Lions-Tafel in der Fürstlichen Reitbahn: Der Reisejournalist und Buchautor Wolfgang Büscher (Mitte) war Gastredner bei der Benefizveranstaltung des Lions-Clubs in der Fürstlichen Reitbahn. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Lions-Präsidenten Björn Meywald (rechts) mit Ehefrau Petra und Clubsekretär Guido Thoma (links) mit Ehefrau Michaela. © Foto: Elmar Schulten

Benefizveranstaltung der Bad Arolser Lions mit Buchautor Wolfgang Büscher

Lions-Tafel in der Fürstlichen Reitbahn: Der Reisejournalist und Buchautor Wolfgang Büscher (Mitte) war Gastredner bei der Benefizveranstaltung des Lions-Clubs in der Fürstlichen Reitbahn. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Lions-Präsidenten Björn Meywald (rechts) mit Ehefrau Petra und Clubsekretär Guido Thoma (links) mit Ehefrau Michaela. © Foto: Elmar Schulten

Benefizveranstaltung der Bad Arolser Lions mit Buchautor Wolfgang Büscher

Mit seinen packenden Reisereportagen aus aller Welt beeindruckt der Journalist und Buchautor Wolfgang Büscher seit Jahrzehnten seine Leserschaft in Süddeutscher Zeitung, FAZ, Welt und Geo-Magazin.

Bad Arolsen –Am Freitagabend war der in Volkmarsen geborene und in Breuna aufgewachsene Erfolgsautor Gastredner bei einer Benefizveranstaltung des Lions-Clubs Bad Arolsen Christian-Daniel-Rauch in der Fürstlichen Reitbahn.

Lions-Präsident Björn Meywald freute sich, dass mehr als 150 zahlende Gäste der Einladung des Lions-Clubs gefolgt waren. Die Hälfte der Erlöses des Abends sei wieder für die Arbeit des ökumenischen Tafelladens bestimmt. Mit der anderen Hälfte finanziere der Club andere soziale und kulturelle Projekte in der Region.

Tausende Kilometer zu Fuß gereist

Meywald dankte auch den Musikern der CRS-Big-Band unter Leitung der Musiklehrerin Susanne Sezi, die die musikalische Umrahmung der Benefizveranstaltung übernommen hatte.

In einem Parforceritt durch drei seiner Bücher schilderte Erfolgsautor Büscher, was er bei seinem Fußmarsch 2001 von Berlin nach Moskau erlebte und wie er 2010 bei einer Durchquerung der Vereinigten Staaten von Amerika von der kanadischen Grenze bis zur mexikanischen Grenze ein Gefühl dafür bekam, wie die Amerikaner ticken.

Heimkehr zu einer Waldhütte

„Manchmal versteht man erst im Nachhinein den Sinn dessen, was man unternimmt“, stellte Büscher zusammenfassend fest. Seine Reportagen aus aller Welt seien von der Neugier auf fremde Länder geprägt. Er habe das Gefühl, dass nun die Epoche der großen Reisefreiheit ende.

Aktuell erlebe die Welt eine Zeit, in der Gewissheiten fallen wie Dominosteine. Das sei auch der Grund, warum er den Drang zu einer geistigen Heimkehr erlebt habe. „Heimkehr“ ist auch der Titel seines Buches, das in einer einsamen Hütte im Wald bei Kohlgrund entstanden ist.

Völlig veränderte Weltlage

Als er 2001 zu seiner Wanderung von Berlin nach Moskau aufgebrochen sei, habe man ihn vor dem Geheimdienst in Belarus und den Straßenräuber am Stadtrand von Moskau gewarnt, doch er sei weder unterwegs beschattet noch ausgeraubt worden, im Gegenteil habe er viele freundliche Begegnungen mit ganz normalen Menschen erlebt. 

Heute jedoch könne man fast täglich von russischen Drohnen über deutschen Bundeswehrstandorten, von durch Anker zerrissene Datenkabeln am Boden der Ostsee und von Störungen der Satellitennavigation im Ostseeraum lesen. Der in diesem Zusammenhang oft verwendete Begriff „hybride Kriegsführung“ beschreibe einen Zustand, der noch nicht Krieg, aber auch nicht mehr Frieden darstelle.

Die Welt ist kleiner geworden

Auf seiner 3500 Kilometer langen Wanderung quer durch die Vereinigten Staaten habe er 2010 keinen einzigen Menschen getroffen, der für den damaligen Präsidenten Obama gewesen sei. Schon damals habe sich abgezeichnet, dass viele Menschen mit den gesellschaftspolitischen Veränderungen ihrer Lebensart nicht einverstanden gewesen seien. Die damals noch sachlich vorgetragenen Argumente seien spätestens seit dem Sturm des Capitols in Washington in wilde Wut und Gewaltbereitschaft umgeschlagen. 

Die Welt habe sich also sowohl in Europa als auch in Amerika grundlegend geändert. Ernüchtert stellte Büscher abschließend fest: „Die uns zugängliche Welt ist kleiner geworden. Wir sollten sie wertschätzen. Es lohnt sich, sie zu verteidigen.“

Von Elmar Schulten

Mit Pauken und Trompeten

Mit Pauken und Trompeten

Arolser Lions planen Benefizkonzert mit Schulmusikern

Bad Arolsen – Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch plant nach den Schulferien wieder ein Benefizkonzert mit den Musikensembles der Christian-Rauch-Schule.

Unter dem Motto „Mit Pauken und Trompeten“ werden die jungen Musiker am Sonnabend, 7. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus zeigen, wie moderne Musiker die barocken Instrumente, die Pauken und die Trompeten, heute einsetzen, um ihre musikalische Botschaft zu transportieren.

Der Erlös des Konzertes ist wieder zu 100 Prozent für die Förderung der schulmusikalischen Arbeit bestimmt.

Mit dabei sind das Jugendorchester unter anderem mit Songs von Michael Jackson, die Band „Schall und Rauch“ mit dem Song „Zombies“ von den Cranberries, die CRS-Big-Band unter anderem mit dem Chatanooga Choo, Choo von Glenn Miller und dem Jungle Boogie.

Das Jugendsinfonieorchester wird Filmmusiken aus Forrest Gump und Star Wars servieren. Der Große Chor singt unter anderem den Hit „Shallow“ von Lady Gaga und Bradley Cooper. Der Chor Ukrainischer Schüler singt ukrainische Romanzen.

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro gibt es ab sofort in der Hofapotheke, im städtischen Gästezentrum im Bürgerhaus, im Schulsekretariat und in der Buchhandlung Kirstein.

Von Elmar Schulten

Der Lions-Club Bad Arolsen plant am 7. September ein Benefizkonzert mit Musikensembles der Christian-Rauch-Schule. Das Foto zeigt (von links) den Lions-Sekretär Guido Thoma, Schulleiter Markus Wagener und den amtierenden Lions-Präsidenten Björn Meywald. Foto: Elmar Schulten
Schulten, Elmar © Elmar Schulten

Volles Haus für Stadtkirche

Volles Haus für Stadtkirche

Benefizkonzert der Lions mit vielen Musikensembles

Bad Arolsen – Die Freude darüber, endlich wieder vor großem Publikum auftreten zu können, war allen anzumerken: Das Benefizkonzert des LC Bad Arolsen Christian-Daniel-Rauch zur Sanierung der Stadtkirche von Bad Arolsen hatte rund 400 Musikfreunde in das Bürgerhaus gelockt.
Mit dabei: so unterschiedliche Ensembles wie der Spielmannszug der Feuerwehren Bad Arolsen und Höringhausen, der Fanfarenzug der Schützengesellschaft Mengeringhausen, der Kammerchor der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde, der Gospelchor „Joy and Glory“, das Blechbläserensemble der Musikschule, das Jugendsinfonieorchester und der Kammerchor der Christian-Rauch-Schule und das Smoke-Revial-Orchestra.

Den Abend im voll besetzten Bürgerhaus eröffneten Lions-Präsident Armin Schwarz und Pfarrer Gerhard Lueg mit der schmunzelnden Hinweis, doch bitte leise (mit Scheinen) für die Stadtkirche zu spenden. Klimpergeld sei einfach zu laut bei einem Konzertabend.

Um so lautstärker eröffneten die Trommler und Fanfarenbläser aus Mengeringhausen das abwechslungsreiche Konzertprogramm. Der musikalische Bogen reichte von mitreißenden Gospel-Songs wie „Oh Happy Day“ bis hin zu Märschen aus Verdis Oper Aida und Wagners Tannhäuser. Die Bewirtung der Gäste vor und nach dem Konzert sowie während der Pause übernahmen die Mitglieder des Lions-Clubs.

Der Erlös des Konzertes wird dringend für die Sanierung der Stadtkirche benötigt, weil das barocke Schmuckstück angefangen hat zu bröckeln: Wie durch ein Wunder ist niemand zu Schaden gekommen, als vor zwei Jahren ein rund 300 Kilogramm schwerer Stuck-Brocken von der Decke der Stadtkirche abbrach. – Nicht auszudenken, was in einer voll besetzten Kirche hätte passieren können.

Deshalb sei der Bauschaden ein Weckruf für die Gemeinde gewesen, berichtete Pfarrer Gerhard Lueg beim Benefizkonzert im Bürgerhaus.

Baufachleute hätten herausgefunden, dass es mindestens 4,1 Millionen Euro (zuzüglich Inflation) kosten wird, alle Schäden zu beseitigen. Dazu hoffe die Kirchengemeinde auf Zuschüsse aus vielen unterschiedlichen Töpfen. Unverzichtbar sei aber ein Eigenanteil der Gemeinde. Dazu habe sich ein Förderkreis zusammengefunden, der schon rund 60.000 Euro Spenden eingesammelt habe.

Das Benefizkonzert des Lions-Clubs sei ein weiterer wertvoller Beitrag, aber noch lange nicht die Lösung. Die Kirchengemeinde wird sich weiter anstrengen müssen.

Von Elmar Schulten

Der Lions-Club Bad Arolsen plant am 7. September ein Benefizkonzert mit Musikensembles der Christian-Rauch-Schule. Das Foto zeigt (von links) den Lions-Sekretär Guido Thoma, Schulleiter Markus Wagener und den amtierenden Lions-Präsidenten Björn Meywald. Foto: Elmar Schulten
Schulten, Elmar © Elmar Schulten

Mit dem Motorrad um die Welt

Mit dem Motorrad um die Welt

Lions-Club präsentiert Film „Egal was kommt“ für guten Zweck

Bad Arolsen – Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch präsentiert zusammen mit dem Fernsehredakteur und Filmemacher Christian Vogel am 14. Mai im Bürgerhaus dessen Film „Egal was kommt“ von 2018 über seine Weltreise mit einem Motorrad.

Der Erlös aus den Eintrittsgeldern kommt dem deutschen Club „Bikers Against Child Abuse/Motorradfahrer gegen Kindesmissbrauch“ (BACA) zugute.

In dem Film erzählt der aus Helmighausen stammende und in Kassel lebende Motorradfreund Vogel seine Geschichte von einer Reise mit seiner Maschine durch über 20 Länder, die Erlebnisse, Begegnungen und Geschichten aus den Gegenden, die er 2015 bereiste.

Die Motorradfreunde Christian Vogel, seine Ehefrau Miriam und Lions-Präsident Guido Thoma bieten dem Biker-Club eine Plattform, um deren Aktivitäten zum Schutz von Kindern zu beschreiben und dafür Geld zu sammeln.

Von den 5000 Mitgliedern des ursprünglich in dem amerikanischen Bundesstaat Utah gegründeten Clubs weltweit gehören rund 160 in neun so genannten Chaptern zu BACA. Die Aktiven treten öffentlich in Erscheinung, geben aber zum eigenen Schutz ihren bürgerlichen Namen nicht bekannt, wie der unter dem Kunstnamen Ram tätige Präsident des Teutoburg Forest Chapter erklärt. Gemeinsam mit seinen Mitstreiter Mark Noise Manski erläuterte er im Gespräch mit der WLZ die ehrenamtliche Arbeit von BACA. „Wir Biker sind einfach für Kinder da, die von Missbrauch betroffen sind“, bringt es Ram auf einen Nenner. Die Männer und Frauen in den schwarzen Kutten bieten Hilfen an.

Voraussetzung ist es, dass es für einen akuten Fall ein Aktenzeichen bei der Justiz gibt und Sorgeberechtigte die Unterstützung für das Kind auch wollen: „Wir lassen uns nicht in Familien- oder Ehestreitigkeiten verwickeln. „Wer bei BACA mitmachen will, muss zunächst ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen und sich in Kursen auf die Arbeit mit den Familien vorbereiten. Das dauert ein bis zwei Jahre.

„Wir bieten keine Therapien an“, betonen die BACA-Aktiven. „Wir kommen, wenn die Kinder Angst haben. Wir begleiten sie zu Prozessen oder zur Polizei.“

Die Biker gehen nicht gegen Beschuldigte vor, sondern schirmen die Minderjährigen in Absprache mit den Sorgeberechtigten ab, wenn es sein muss. Unter Notfalltelefonnummern stehen die beiden Paten aus dem Club bereit.

Die Biker nehmen das Kind im Rahmen einer Zeremonie in ihre Mitte auf. Dazu vereinbaren sie ein Treffen an einem neutralen Punkt. Wenn dann 60 bis 80 Biker in ihren schwarzen Klamotten auftauchen , dann staunen die Kinder und ihre Erziehungsberechtigten. Das Kind bekommt eine eigene Kutte, einen „Roadname“ und einen Teddybär , der vorher symbolisch mit der positiven Energie der Motorradfreunde zur Stärkung des Jungen oder Mädchens aufgeladen wird. „Die fühlen sich dann selbst auch stark“, sagt Ram.

Die als Paten ausgewählten Members versuchen die Kinder zu stärken und sie selbstbewusst zu machen. Spielen gehört ebenso dazu wie das Abschirmen vor einer Einflussnahme durch Beschuldigte.

Kontakte mit BACA-Members hatte der Motorradfreund Christian Vogel bei einer Veranstaltung des Motorradclubs Rhoden, bei der sein Film für den guten Zweck gezeigt und das gespendete Geld an den Club gezahlt wurde. Bei dem Filmabend im Bürgerhaus wird vor dem Hauptfilm „Egal was kommt“ ein kurzer Film über BACA gezeigt. Im Foyer gibt es Speisen und Getränke. Zudem wird die Band Strange Coffee auftreten.

300 Plätze werden im Bürgerhaus gestellt werden. Tickets zum Preis von 10 Euro gibt es bei der Hofapotheke Liebach und der Sparkasse Arolsen am Kirchplatz und bei der Buchhandlung Kirstein. Der größte Teil des Erlöses geht an BACA, der Rest an regionale Projekte der Arolser Lions.

Von Armin Haß

Für den guten Zweck präsentiert der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch den Film „Egal was kommt“ von und mit Christian Vogel (2. von rechts). Club-Sekretär Björn Meywald (rechts) und Präsident Guido Thoma mit Plakat. Links und rechts vom Bikers Against Child Abuse (BACA) Mark „Noise“ Manski und Präsident „Ram“..Foto: Armin Haß

Drei Schüler lernen jetzt Kontrabass​

Drei Schüler lernen jetzt Kontrabass

Rotarier und Lions unterstützen Christian-Rauch-Schule beim Kauf von Kontrabässen

Bad Arolsen – Instrumente sind teuer. Deshalb ist die Christian-Rauch-Schule dankbar für die jetzt erfolgte Unterstützung bei der Anschaffung von drei neuen Schüler-Kontrabässen. Drei weitere wurden angemietet.

Das Geld für die Neuanschaffungen, immerhin rund 5100 Euro, kam je zur Hälfte vom Rotary-Club Korbach-Bad Arolsen und dem Lions-Club Christian-Daniel Rauch. Bei einem Besuch in der Schule konnten sich die Spender davon überzeugen, dass die Instrumente intensiv genutzt werden.

Lions-Präsident Guido Thoma, selber ein begeisterter Musiker, schwärmte davon, wie Musik die Menschen zusammenbringe und wie wichtig musikalische Ausbildung von Kindern für deren Entwicklung sei.

Schulleiter Markus Wagener stellte fest, dass die Schule kein eigenes Budget für die Anschaffung so teurer Instrumente habe. Umso mehr sei man dankbar für die finanzielle Hilfe der beiden Service-Clubs.  

Die Christian-Rauch-Schule sei stolz auf ihren amtlich bestätigen Statuts als Schwerpunktschule für das Fach Musik. Umso mehr litten jedoch die Musiker unter den coronabedingten Proben- und Auftrittsbeschränkungen. Besonders die Bläser dürften zum Schutz vor Aerosolen nicht gemeinsam proben.

Deshalb habe die Schule die eigentlich geplanten neuen Orchesterklassen sowohl im vergangenen, als auch im aktuellen Schuljahr als reine Streicherklassen eingerichtet. Und die benötigten nun mal auch Kontrabässe.  

Angeschafft wurden   vergleichsweise kleine Schüler-Instrumente, die aber über den Dorn am Boden eine Zeitlang mitwachsen könnten. Zum Schutz vor Transportschäden bleiben diese Instrumente dauerhaft in der Schule. Die Schüler haben Mietinstrumente für das tägliche Üben bei sich zu Hause, so Wagener.

Von Elmar Schulten

 Rotarier und Lions haben zusammengelegt und der Orchesterklasse 5 der Christian-Rauch-Schule drei Kontrabässe spendiert. Die Instrumente wurden den Spendern von den Schülern vorgeführt.
© Elmar Schulten

SpendenUEbergabe

Rotarier und Lions unterstützen gemeinsam schwerbehinderte Frau aus Rhoden

Teilhabe ermöglichen: Rotarier und Lions unterstützen gemeinsam eine schwerbehinderte Frau in Rhoden

Diemelstadt/Bad Arolsen – Doris Sinemus und ihre Schwester Margret Kerloch freuen sich über die Unterstützung, die sie bei der Finanzierung ihres dringend benötigten, rollstuhlgerechten Autos mit Laderampe erfahren. Die Familie hat zwar etwas gespart, das reicht aber nicht, um die rund 40 000 Euro Sonderanfertigung zu finanzieren.

Deshalb sprangen jetzt auch die beiden regionalen Serviceclubs, der Rotary-Club Korbach-Bad Arolsen mit 4000 Euro und der Lions-Club Bad Arolsen mit 1000 Euro ein. Die gemeinsame Spendenübergabe erfolgte jetzt auf dem Arolser Schlosshof.

Doris habe sich sehr auf die Fahrt nach Arolsen gefreut, berichtet ihre Schwester Margret Kerloch. Man dürfe nicht glauben, dass Doris mit ihrer Schwerbehinderung dies nicht mitbekomme.

Das Gegenteil sei der Fall: Doris sei gerne unterwegs, treffe gerne andere Menschen und wisse ganz genau, was um sie herum vorgehe: „Doris hat Freude am Leben und ist sehr gesellig.“
 

Deshalb sei das neue Auto, das nun dank der vielen Spenden bald bestellt werden könne, auch sehr wichtig für sie. Das Auto beschere der schwerbehinderten Frau ein großes Stück Lebensqualität. Mit dem jetzt 13 Jahre alten, ebenfalls mit Rollstuhlrampe ausgestatteten Ford Tourneo Correct war Doris schon in Paris und an der Nordsee.

Bis auf den Eiffelturm habe sie es geschafft. Und sogar auf der Insel Helgoland sei sie gewesen. Das Ausbooten habe ihr besonders große Freude bereitet, erzählt ihre Schwester, die sich seit Jahrzehnten liebevoll um sie kümmert.

Das Vorgängerfahrzeug sei nun sehr reparaturanfällig geworden, so dass es ersetzt werden müsse.

Inzwischen sei auch der aufreibende Papierkram erledigt, so dass der Landeswohlfahrtverband beim behindertengerechten Umbau des Fahrzeugs helfe. Den größten Batzen aber finanziert die Familie selber mit Hilfe von Spenden.

Rotary-Präsident Andreas Schwarzer zeigte sich sehr beeindruckt von der Schilderung der Lebensumstände von Doris Sinemus und vom großen familiären Zusammenhalt der Rhoder Familie. Deshalb hätten die 64 Mitglieder auch gerne der Spende von 4000 Euro zugestimmt. (es)

Lions und Rotarier überreichen gemeinsam  ihre Spenden zur Finanzierung eines neuen rollstuhlgerechten Fahrzeuges an Margret Kerloch und ihre Schwester Doris Sinemus aus Rhoden. Von links: Rotary-Präsident Andreas Schwarzer mit den Rotary-Mitgliedern Gerhard Friedhoff, Willi Schaumburg, Margret Kerloch und Doris Sinemus, Kai-Alexander Schmidt (Rotarier), Lions-Präsident Stephan Göbel und Lions-Sekretär Franz Peine.
Foto: Elmar Schulten

Kinder-Jugendbuecherei

Leseförderung in den beiden Arolser Büchereien

Arolser Lions unterstützen Leserförderung mit Spenden an die Stadtbücherei und an die evangelische Kinder- und Jugendbücherei

Bad Arolsen – Der Lions-Club Christian Daniel Rauch unterstützt den Förderverein der Christine-Brückner-Bücherei und die evangelische Kinder- und Jugendbücherei Spenden von jeweils 500 Euro. 

Der Förderverein benötigt das Geld zur Anschaffung neuer Bücher und anderer Medien. Die Spendenmittel gelten als Eigenmittel des Vereins, die in einem weiteren Schritt vom Land Hessen aufgestockt werden.

Die Stadt Bad Arolsen finanziert zwar die Räumlichkeiten der Stadtbücherei im Untergeschoss des Bürgerhauses. Um die Anschaffung neuer Medien kümmert sich jedoch der Förderverein, der auch den kompletten Büchereibetrieb ehrenamtlich organisiert.

Lions spenden für Stadtbücherei

Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch unter Leitung seines Präsidenten Stephan Göbel und seines Clubsekretärs Franz Peine sowie von Bernd Radeck vom Lions-Förderverein hat eine Reihe von Spenden für förderungswürdige Projekte in Nordwaldeck überbracht. Je 500 Euro gingen an die Stadtbücherei Bad Arolsen und an die evangelische Kinder- und Jugendbücherei am Kirchplatz .
Foto: Elmar Schulten

Die beiden Vorsitzenden des Fördervereins, Eva Gröll-Wachenfeld und Reiner Freudenstein, berichteten bei der Spendenübergabe, dass der Büchereibetrieb massiv unter dem verschärften Lockdown leide.

Bis kurz vor Weihnachten sei es noch möglich gewesen, dass sich Nutzer ihre Bücher unter Einhaltung der Coronaregeln selber ihre neue Lektüre in der weitläufigen Bücherei aussuchen konnten. Inzwischen aber seien nur noch Buch-Bestellungen per E-Mail oder Telefon möglich.

Die Bücherei-Mitarbeiter suchen dann die gewünschten Bücher heraus und überreichen diese kontaktlos an der Eingangstür. In Einzelfällen organisiere der Vereine auch einen Bringdienst innerhalb des Stadtgebietes.

Ausdrücklich dankten die Vorsitzenden des Fördervereins den Vertretern des Lions-Clubs, Stephan Göbel und Franz Peine, für ihre wiederholte finanzielle Unterstützung. 

Weitere 500 Euro hat der Lions-Club der evangelischen Kinder- und Jugendbücherei am Kirchplatz zur Anschaffung eines neuen Computers für die Bücherverwaltung und Ausleih-Software gespendet. Im Jahr 2020 wurden hier  905 jugendliche Leser mit ihren Eltern begrüßt.  Davon waren 787 unter 12 Jahre. Insgesamt verfügt die evangelische Kinder-und Jugendbücherei am Kirchplatz über 7976 Medien, Bücher, Sachbücher,  CDs und Tonies. (es)

Familie Homann

Schnelle Hilfe für die Familie eines schwerkranken Familienvaters

Bad Arolsen Volkmarsen „Die Schilderung Ihrer Krankengeschichte hat uns sehr betroffen gemacht. Wir waren sofort einig: Da müssen wir etwas tun.“ So erklärt Stephan Göbel vom Lions-Club bad Arolsen Christian Daniel Rauch, das sein Service-Club dem Spendenaufruf von Pfarrerin Britta Holk gefolgt ist und 1000 Euro spendete. Ebenso wie die Lions haben viele Leser des WLZ-Berichtes über das schwere Schicksal von Tobias Homann reagiert.

Der 37-Jährige Familienvater von zwei Kindern im Alter von fünf und 14 Jahren wurde 2019 von der seltenen Autoimmunerkrankung Polyarteriitis nodosa befallen. Die Krankheit führt dazu, dass der Körper eigene Zellen zerstört. Blutgefäße entzünden sich, bilden sich Knoten und Thrombosen, sodass Gewebe abstirbt. Lebenswichtige Organe sind davon betroffen. Die Krankheit gilt als unheilbar und lebensbedrohlich.

So setzt Homann, der von einem Tag auf den anderen aus seinem bisherigen Leben gerissen wurde, auf findige Forscher, die ihm und anderen Betroffen langfristig Aussicht auf Linderung der schmerzhaften Symptome geben können.

Kurzfristig aber benötigt die finanzielle Familie Hilfe im Alltag, denn die Erwerbsunfähigkeitsrente, die Homann befristet zugesprochen wurde, ist aufgrund seines jungen Alters sehr gering. Die Familie hält zusammen. Ehefrau Sabrina unterstütz ihren Mann nach Kräften. „Ohne meine Familie würde ich das nicht schaffen“, sagt der junge tapfere Familienvater, der gerade eine Chemo-Therapie hinter sich hat und gespannt abwartet, wie sein Körper darauf reagiert.
Bei besonders schweren Schüben wird Homann mit dem Hubschrauber vom Stadtbruch zur Universitätsklinik nach Göttingen geflogen. In der Nähe steht auch die Klinik in Warburg bereit. Wichtig ist die Versorgung durch das Palliativnetz Waldeck-Frankenberg, für das der Facharzt Volker Barth in Korbach federführend tätig ist und in Abstimmung mit dem Hausarzt von Homann die Versorgung steuert.

Pfarrerin Holk, die die Familie begleitet und selber mit Geld hilft soweit es nur geht, hat großen Respekt vor Homann Haltung in dieser schweren Lage: „Er kämpft gegen die Krankheit, ist zuversichtlich. Und er sagt: Egal, wie’s ausgeht: An mir darf geforscht werden, damit die Mediziner lernen, wie man diese schlimme Krankheit bekämpfen kann.“ (es)

Vertreter des Lions-Clubs überbringen ihre Spende an Sabrina und Tobias Homann. Vor dem Volkmarser Pfarrhaus stehen (von links) Bernd Radeck, Stephan Göbel, Familie HomannPfarrerin Britta Homann und Franz Peine. Foto: Elmar Schulten

Spende für Tafel

Der ökumenische Tafellladen kann sich auf die Lions verlassen

Bad Arolser Lions unterstützen seit vielen Jahren den ökumenischen Tafelladen

Bad Arolsen – Der Lions-Club Christian Daniel Rauch hat wieder 2000 Euro für den Betreib des ökumenischen Tafelladens gespendet. Das Geld stammt diesmal aus Spenden der Lions-Mitglieder.

In den Vorjahren hat der Club regelmäßig die Erlöse der alljährlichen Benefiz-Veranstaltungen unter dem Titel „Lions-Tafel“ an die Bad Arolser Tafel weitergeleitet. Weil aber diesmal pandemiebedingt keine „Lions-Tafel“ stattfinden konnte, kommt die spende diesmal allein aus den privaten Portemonnaies der Mitglieder, die damit ein positives Zeichen in schwerer Zeit setzen möchten.

Das weiß Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil, der den Tafelladen ehrenamtlich leitet, besonders zu schätzen, denn auch die Tafel-Läden haben coronabedingt weniger Spenden einsammeln können, während der Bedarf an günstigen Lebensmitteln eher größer geworden ist.

Die Arolser Tafel versorgt 132 Bedarfsgemeinschaften in Nordwaldeck, darunter rund 250 Erwachsene und Kinder, die ihre Bedürftigkeit im Pfarramt darlegen müssen. Die Verteilung der Lebensmittel übernehmen ehrenamtliche Helfer, von denen einige aus Sorge um die Infektionsgefahren derzeit pausieren.
Im Tafelladen selber wurden die üblichen Schutzvorkehrungen für Verkäufer und Kunden getroffen. Dazu gehören plexiglaswände, Maskenpflicht und Handesinfektion.

Pfarrer Hoos-Vermeil berichtete, dass die Tafel im vergangenen Jahr von der Soforthilfe der Bundesregierung profitiert habe und die Hilfe an die Bedürftigen weitergegeben habe. Nun hoffe er, dass sich der Betrieb der Tafeln mit dem Impffortschritt bald wieder normalisiere. (es)

 Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch unter Leitung seines Präsidenten Stephan Göbel und seines Clubsekretärs Franz Peine sowie von Bernd Radeck vom Lions-Förderverein hat eine Reihe von Spenden für förderungswürdige Projekte in Nordwaldeck überbracht. 2000 Euro gingen an den ökumenischen Tafelladen.
Foto: Elmar Schulten

abwechslung im corona alltag

Willkommene Abwechslung im Corona-Alltag

Lions und Caritas überraschen Bathildisheim-Wohngruppen in Neu-Berich

Bad Arolsen-Neuberich – Die rund 75 Bewohner des Heilpädagogischen Wohnbereiches des Bathildisheims in Neu-Berich leiden unter den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie. Kontakte nach außerhalb sind seit Monaten nicht möglich. Eine Situation, die für die Bewohner mit Behinderungen nur schwer nachzuvollziehen ist.

Deshalb hatte Andrea Pilapl, die beim Bathildisheim für die Organisation bunter Vielfalt zuständig ist, die Idee zu einer kleinen Überraschung. Es fiel er nicht schwer, die Mitglieder des Lions-Clubs Bad Arolsen und der katholischen Caritas-Konferenz in ihr Vorhaben mit einzubinden., schließlich ist Andrea Pilapl auch Vorsitzende der katholischen Caritas-Konferenz und bestens vernetzt. Auf ihre Anregung hin bauten am vergangenen Sonnabend Arolser Lions-Mitglieder mit ihrem Präsidenten Stephan Göbel unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln im Innenhof vor Haus Kastanie einen Grillstand auf. Engagierte Caritas-Mitglieder hatten zwölf verschiedene Salate vorbereitet und für den guten Zweck gespendet. Pünktlich zur Mittagszeit brutzelten die von Arolser Geschäftsleuten gespendeten Würstchen auf dem Grill.

Ihr Duft und die Akkordeonmusik von Werner Wachenfeld lockten die Bewohner der Wohngruppen zum Innenhof, wo unter Einhaltung der Hygieneregeln innerhalb der Wohngruppen die Leckereien genossen wurden. Bereichsleiter Jürgen Iske achtete mit seinen Mitarbeitern auf die Einhaltung der Abstandsregeln und dankte allen ehrenamtlichen Helfern sowie der katholischen Kirchengemeinde für die willkommene Abwechslung. Er sei sicher, dass die kleine Grillveranstaltung zur Mittagszeit den Bewohnern der Bathilisheim-Wohngruppen sehr gut gefallen und ein wenig Abwechslung in den Corona-Alltag gebracht habe.