Lions Club Bad Arolsen grillt für das 90-jährige Jubiläum der Wohnungsbaugenossenschaft Arolsen

Ein Tag voller Gemeinschaft, Genuss und guter Laune

Bad Arolsen – Bei herrlichem Sommerwetter feierte die Wohnungsbaugenossenschaft Arolsen (WBG) ihr 90-jähriges Bestehen. Zahlreiche Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam diesen besonderen Anlass zu begehen. Der Lions Club Christian Daniel Rauch Bad Arolsen war mit vielen helfenden Händen dabei und sorgte am Grill für das leibliche Wohl der Besucher.

Neben frisch Gegrilltem konnten sich die Gäste über ein vielfältiges kulinarisches Angebot freuen: Kuchen, Waffeln und herzhafte Spezialitäten luden zum Genießen ein.

Ein gelungenes Fest für alle Generationen

Auch für die jüngsten Gäste wurde einiges geboten: Mit abwechslungsreichen Mitmach-Aktionen und Spielangeboten für Kinder wurde das Jubiläum zu einem fröhlichen Fest für die ganze Familie.

Der Lions Club unterstützte die Veranstaltung mit großem Engagement, um so einen Beitrag für das gute Gelingen des Jubiläums zu leisten – ganz im Sinne der gelebten Gemeinschaft in Bad Arolsen.

Zusammen feiern, gemeinsam gestalten

Die zahlreichen Gäste, das schöne Wetter und die herzliche Atmosphäre machten diesen Tag zu einem rundum gelungenen Ereignis. Die enge Verbundenheit von Institutionen wie der WBG und dem Lions Club zeigt einmal mehr, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement für das soziale Miteinander in der Region ist.

Präsidentschaftsübergabe: Björn Meywald übergibt Amt an Franz Peine

(von links nach rechts) Lions Präsident Franz Peine, Petra Meywald, Anja Peine und Björn Meywald.

Präsidentschaftsübergabe: Björn Meywald übergibt Amt an Franz Peine

Im feierlichen Rahmen der Festscheune des Schloss Landau Hotels übergab Björn Meywald, der amtierende Präsident des Lions Club Christian Daniel Rauch Bad Arolsen, sein Amt offiziell an seinen Nachfolger Franz Peine. Zahlreiche Lions-Freundinnen und -Freunde sowie der Vorstand des Clubs nahmen an der festlichen Veranstaltung teil.

Rückblick auf ein engagiertes Lions-Jahr

Bad Arolsen –In seiner Ansprache blickte Björn Meywald auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Lions-Jahr zurück. Besonders hob er die gelungenen Veranstaltungen, interessanten Vorträge sowie die erfolgreichen Spendenaktionen hervor, mit denen der Club wichtige kulturelle und soziale Projekte in der Region fördern konnte. Sein herzlicher Dank galt neben seiner Familie vor allem seinem Sekretär Guido Thoma sowie dem gesamten Vorstand für die stets verlässliche und engagierte Unterstützung während seiner Präsidentschaft.

Franz Peine übernimmt für das Lions-Jahr 2025/2026

Mit der offiziellen Übergabe der Ketten übernahm Franz Peine die Verantwortung für das kommende Lions-Jahr 2025/2026. In seiner Antrittsrede betonte er, wie wichtig ihm der Fortbestand der langjährigen Tradition des Clubs sei, insbesondere das tatkräftige Engagement zugunsten kultureller und sozialer Projekte in und um Bad Arolsen. Darüber hinaus stellte er erste Programmpunkte vor, die das kommende Jahr prägen werden.

Ausblick in eine vielversprechende Zukunft

Die Gäste der Veranstaltung zeigten sich in bester Stimmung und blicken voller Vorfreude auf ein weiteres Jahr, das von neuen Impulsen, Gemeinschaftssinn und tatkräftigem Einsatz geprägt sein wird. Der Lions Club Christian Daniel Rauch Bad Arolsen setzt damit auch in Zukunft ein starkes Zeichen für ehrenamtliches Engagement vor Ort.

Lions-Tafel in der Fürstlichen Reitbahn: Der Reisejournalist und Buchautor Wolfgang Büscher (Mitte) war Gastredner bei der Benefizveranstaltung des Lions-Clubs in der Fürstlichen Reitbahn. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Lions-Präsidenten Björn Meywald (rechts) mit Ehefrau Petra und Clubsekretär Guido Thoma (links) mit Ehefrau Michaela. © Foto: Elmar Schulten

Benefizveranstaltung der Bad Arolser Lions mit Buchautor Wolfgang Büscher

Lions-Tafel in der Fürstlichen Reitbahn: Der Reisejournalist und Buchautor Wolfgang Büscher (Mitte) war Gastredner bei der Benefizveranstaltung des Lions-Clubs in der Fürstlichen Reitbahn. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Lions-Präsidenten Björn Meywald (rechts) mit Ehefrau Petra und Clubsekretär Guido Thoma (links) mit Ehefrau Michaela. © Foto: Elmar Schulten

Benefizveranstaltung der Bad Arolser Lions mit Buchautor Wolfgang Büscher

Mit seinen packenden Reisereportagen aus aller Welt beeindruckt der Journalist und Buchautor Wolfgang Büscher seit Jahrzehnten seine Leserschaft in Süddeutscher Zeitung, FAZ, Welt und Geo-Magazin.

Bad Arolsen –Am Freitagabend war der in Volkmarsen geborene und in Breuna aufgewachsene Erfolgsautor Gastredner bei einer Benefizveranstaltung des Lions-Clubs Bad Arolsen Christian-Daniel-Rauch in der Fürstlichen Reitbahn.

Lions-Präsident Björn Meywald freute sich, dass mehr als 150 zahlende Gäste der Einladung des Lions-Clubs gefolgt waren. Die Hälfte der Erlöses des Abends sei wieder für die Arbeit des ökumenischen Tafelladens bestimmt. Mit der anderen Hälfte finanziere der Club andere soziale und kulturelle Projekte in der Region.

Tausende Kilometer zu Fuß gereist

Meywald dankte auch den Musikern der CRS-Big-Band unter Leitung der Musiklehrerin Susanne Sezi, die die musikalische Umrahmung der Benefizveranstaltung übernommen hatte.

In einem Parforceritt durch drei seiner Bücher schilderte Erfolgsautor Büscher, was er bei seinem Fußmarsch 2001 von Berlin nach Moskau erlebte und wie er 2010 bei einer Durchquerung der Vereinigten Staaten von Amerika von der kanadischen Grenze bis zur mexikanischen Grenze ein Gefühl dafür bekam, wie die Amerikaner ticken.

Heimkehr zu einer Waldhütte

„Manchmal versteht man erst im Nachhinein den Sinn dessen, was man unternimmt“, stellte Büscher zusammenfassend fest. Seine Reportagen aus aller Welt seien von der Neugier auf fremde Länder geprägt. Er habe das Gefühl, dass nun die Epoche der großen Reisefreiheit ende.

Aktuell erlebe die Welt eine Zeit, in der Gewissheiten fallen wie Dominosteine. Das sei auch der Grund, warum er den Drang zu einer geistigen Heimkehr erlebt habe. „Heimkehr“ ist auch der Titel seines Buches, das in einer einsamen Hütte im Wald bei Kohlgrund entstanden ist.

Völlig veränderte Weltlage

Als er 2001 zu seiner Wanderung von Berlin nach Moskau aufgebrochen sei, habe man ihn vor dem Geheimdienst in Belarus und den Straßenräuber am Stadtrand von Moskau gewarnt, doch er sei weder unterwegs beschattet noch ausgeraubt worden, im Gegenteil habe er viele freundliche Begegnungen mit ganz normalen Menschen erlebt. 

Heute jedoch könne man fast täglich von russischen Drohnen über deutschen Bundeswehrstandorten, von durch Anker zerrissene Datenkabeln am Boden der Ostsee und von Störungen der Satellitennavigation im Ostseeraum lesen. Der in diesem Zusammenhang oft verwendete Begriff „hybride Kriegsführung“ beschreibe einen Zustand, der noch nicht Krieg, aber auch nicht mehr Frieden darstelle.

Die Welt ist kleiner geworden

Auf seiner 3500 Kilometer langen Wanderung quer durch die Vereinigten Staaten habe er 2010 keinen einzigen Menschen getroffen, der für den damaligen Präsidenten Obama gewesen sei. Schon damals habe sich abgezeichnet, dass viele Menschen mit den gesellschaftspolitischen Veränderungen ihrer Lebensart nicht einverstanden gewesen seien. Die damals noch sachlich vorgetragenen Argumente seien spätestens seit dem Sturm des Capitols in Washington in wilde Wut und Gewaltbereitschaft umgeschlagen. 

Die Welt habe sich also sowohl in Europa als auch in Amerika grundlegend geändert. Ernüchtert stellte Büscher abschließend fest: „Die uns zugängliche Welt ist kleiner geworden. Wir sollten sie wertschätzen. Es lohnt sich, sie zu verteidigen.“

Von Elmar Schulten

Mit Pauken und Trompeten

Mit Pauken und Trompeten

Arolser Lions planen Benefizkonzert mit Schulmusikern

Bad Arolsen – Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch plant nach den Schulferien wieder ein Benefizkonzert mit den Musikensembles der Christian-Rauch-Schule.

Unter dem Motto „Mit Pauken und Trompeten“ werden die jungen Musiker am Sonnabend, 7. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus zeigen, wie moderne Musiker die barocken Instrumente, die Pauken und die Trompeten, heute einsetzen, um ihre musikalische Botschaft zu transportieren.

Der Erlös des Konzertes ist wieder zu 100 Prozent für die Förderung der schulmusikalischen Arbeit bestimmt.

Mit dabei sind das Jugendorchester unter anderem mit Songs von Michael Jackson, die Band „Schall und Rauch“ mit dem Song „Zombies“ von den Cranberries, die CRS-Big-Band unter anderem mit dem Chatanooga Choo, Choo von Glenn Miller und dem Jungle Boogie.

Das Jugendsinfonieorchester wird Filmmusiken aus Forrest Gump und Star Wars servieren. Der Große Chor singt unter anderem den Hit „Shallow“ von Lady Gaga und Bradley Cooper. Der Chor Ukrainischer Schüler singt ukrainische Romanzen.

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro gibt es ab sofort in der Hofapotheke, im städtischen Gästezentrum im Bürgerhaus, im Schulsekretariat und in der Buchhandlung Kirstein.

Von Elmar Schulten

Der Lions-Club Bad Arolsen plant am 7. September ein Benefizkonzert mit Musikensembles der Christian-Rauch-Schule. Das Foto zeigt (von links) den Lions-Sekretär Guido Thoma, Schulleiter Markus Wagener und den amtierenden Lions-Präsidenten Björn Meywald. Foto: Elmar Schulten
Schulten, Elmar © Elmar Schulten

Demokratie braucht Demokraten

Benefizveranstaltung der Bad Arolser Lions-Clubs mit Prof. Norbert Lammert

Mit einem dringenden Appell, sich aktiv für den Erhalt der Demokratie einzusetzen, hat sich der frühere Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert an die fast 200 zahlenden Gäste einer Benefizveranstaltung des Bad Arolser Lions-Clubs in der Fürstlichen Reitbahn des Welcome-Hotels gewandt.

Bad Arolsen – Mit einem dringenden Appell, sich aktiv für den Erhalt der Demokratie einzusetzen, hat sich der frühere Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert an die fast 200 zahlenden Gäste einer Benefizveranstaltung des Bad Arolser Lions-Clubs in der Fürstlichen Reitbahn des Welcome-Hotels gewandt.

Der scharfsinnige Politikwissenschaftler und Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof. Lammert war Festredner bei der sogenannten Lions-Tafel, einer Benefizveranstaltung, zu der die Lions seit 20 Jahren namhafte Redner aus Politik und Gesellschaft einladen.

Die Spendenerlöse dieser Abende sind für soziale Projekte des Lions-Clubs bestimmt. Ein Großteil wird regelmäßig an den ökumenischen Tafelladen weitergeleitet, wie Lions-Präsident Ralf Schreiber in seiner Begrüßung betonte. Unter den Gästen begrüßte Schreiber auch den frisch gekürten hessischen Kultusminister Armin Schwarz, Landrat Jürgen van der Horst, Bürgermeister Marko Lambion und Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine habe Bundeskanzler Olaf Scholz den Begriff der „Zeitenwende“ geprägt. Und Außenminister Annalena Baerbock habe erklärt: „Wir sind in einer neuen Wirklichkeit wach geworden.“

Lammert: „Wach geworden, das stimmt. Aber es ist keine neue Wirklichkeit.“
Tatsächlich habe die gewaltsame Veränderung von Grenzen in Europa schon acht Jahre vorher mit der russischen Besetzung der Krim begonnen. Und weitere sechs Jahre vorher mit der Annexion großer Teile Georgiens.

Damit sei die mit dem Fall der Mauer beendet geglaubte Systemfrage zwischen Demokratien und Diktaturen wieder so offen wie nie zuvor: Im Windschatten einer zunehmend selbstbewusste Volksrepublik China zweifelten immer mehr Länder am Wert einer demokratischen Ordnung, so Lammert. Inzwischen gebe es nur noch zwei Dutzend voll funktionsfähige Demokratien auf der Welt.

Dabei definierte Lammert die Demokratie als ein System, in dem die Bürger bei freien Wahlen und fairen Wettbewerbsbedingungen die Auswahl zwischen echten Alternativen habe. Ein System, in dem Gewaltenteilung herrsche und in dem bei Wahlen keine Allzuständigkeit vergeben werde. Und ein System, in dem einklagbare Grundrechte gelten.
Es sei ein ernüchternder Befund, dass die Demokratie in Deutschland heute stabiler erscheine als in den Vereinigten Staaten von Amerika, so Lammert weiter. Die Erosion der Verfassungsinstitutionen sei dort von Donald Trump befeuert worden, der seine Wahlniederlage bis heute nicht eingestehen wolle.

In diesem Jahr, 2024, seien rund vier von acht Milliarden Menschen weltweit zu Wahlen aufgerufen. Nach Pakistan in dieser Woche werde im März in Russland, dann in Indien und in den USA gewählt. Die Bedeutung dieser Wahlen für Deutschland sei nicht zu unterschätzen.

Eine wichtige Wahl, die die Bürger in Deutschland beeinflussen könnten, sei die Europawahl. Hier komme es darauf an, den allseits befürchteten europaweiten Rechtsruck zu verhindern.
Ein weiteres wichtiges Ereignis sei der 75. Geburtstag der Bundesrepublik. Man dürfe sich aber nicht täuschen: „politische Systeme stehen nicht unter Denkmalschutz“, warnte Prof. Lammert.
Es stehe in der Verantwortung der Bürger, sich für den Erhalt des demokratischen Systems in Deutschland einzusetzen. Mit der Weimarer Republik sei schon einmal ein demokratischer Staat von seinen Bürgern abgewählt worden.

In diesem Zusammenhang zitierte Prof. Lammert den früheren amerikanischen Präsidenten Barack Obama, der kurz vor der Amtsübergabe an Präsident Trump gesagt habe: „Demokratie braucht Demokraten.“ Denn die Demokratie sei immer dann am meisten gefährdet, wenn die Menschen sie als eine Selbstverständlichkeit ansähen.

Von Elmar Schulten

Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt: Bürgermeister Marko Lambion (links) und Lions-Präsident Ralf Schreiber (rechts) danken dem früheren Bundestagspräsidenten Prof. Norbert Lammert für seine Festrede. © Elmar Schulten

Volles Haus für Stadtkirche

Volles Haus für Stadtkirche

Benefizkonzert der Lions mit vielen Musikensembles

Bad Arolsen – Die Freude darüber, endlich wieder vor großem Publikum auftreten zu können, war allen anzumerken: Das Benefizkonzert des LC Bad Arolsen Christian-Daniel-Rauch zur Sanierung der Stadtkirche von Bad Arolsen hatte rund 400 Musikfreunde in das Bürgerhaus gelockt.
Mit dabei: so unterschiedliche Ensembles wie der Spielmannszug der Feuerwehren Bad Arolsen und Höringhausen, der Fanfarenzug der Schützengesellschaft Mengeringhausen, der Kammerchor der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde, der Gospelchor „Joy and Glory“, das Blechbläserensemble der Musikschule, das Jugendsinfonieorchester und der Kammerchor der Christian-Rauch-Schule und das Smoke-Revial-Orchestra.

Den Abend im voll besetzten Bürgerhaus eröffneten Lions-Präsident Armin Schwarz und Pfarrer Gerhard Lueg mit der schmunzelnden Hinweis, doch bitte leise (mit Scheinen) für die Stadtkirche zu spenden. Klimpergeld sei einfach zu laut bei einem Konzertabend.

Um so lautstärker eröffneten die Trommler und Fanfarenbläser aus Mengeringhausen das abwechslungsreiche Konzertprogramm. Der musikalische Bogen reichte von mitreißenden Gospel-Songs wie „Oh Happy Day“ bis hin zu Märschen aus Verdis Oper Aida und Wagners Tannhäuser. Die Bewirtung der Gäste vor und nach dem Konzert sowie während der Pause übernahmen die Mitglieder des Lions-Clubs.

Der Erlös des Konzertes wird dringend für die Sanierung der Stadtkirche benötigt, weil das barocke Schmuckstück angefangen hat zu bröckeln: Wie durch ein Wunder ist niemand zu Schaden gekommen, als vor zwei Jahren ein rund 300 Kilogramm schwerer Stuck-Brocken von der Decke der Stadtkirche abbrach. – Nicht auszudenken, was in einer voll besetzten Kirche hätte passieren können.

Deshalb sei der Bauschaden ein Weckruf für die Gemeinde gewesen, berichtete Pfarrer Gerhard Lueg beim Benefizkonzert im Bürgerhaus.

Baufachleute hätten herausgefunden, dass es mindestens 4,1 Millionen Euro (zuzüglich Inflation) kosten wird, alle Schäden zu beseitigen. Dazu hoffe die Kirchengemeinde auf Zuschüsse aus vielen unterschiedlichen Töpfen. Unverzichtbar sei aber ein Eigenanteil der Gemeinde. Dazu habe sich ein Förderkreis zusammengefunden, der schon rund 60.000 Euro Spenden eingesammelt habe.

Das Benefizkonzert des Lions-Clubs sei ein weiterer wertvoller Beitrag, aber noch lange nicht die Lösung. Die Kirchengemeinde wird sich weiter anstrengen müssen.

Von Elmar Schulten

Der Lions-Club Bad Arolsen plant am 7. September ein Benefizkonzert mit Musikensembles der Christian-Rauch-Schule. Das Foto zeigt (von links) den Lions-Sekretär Guido Thoma, Schulleiter Markus Wagener und den amtierenden Lions-Präsidenten Björn Meywald. Foto: Elmar Schulten
Schulten, Elmar © Elmar Schulten

Bad Arolser Lions fördern Landauer Flüchtlingshilfe

Der Lions-Club Christian-Daniel-Rauch unterstützt den vorbildlichen Einsatz der Landauer Bürger bei der Aufnahme von über 60 Ukraine-Flüchtlingen mit 3000 Euro. Das Geld wurde in Form von Einkaufsgutscheinen unmittelbar an die Bedürftigen weitergereicht.

Bad Arolsen-Landau – Als Ende Februar, Anfang März die ersten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nach Bad Arolsen kamen, hat der Hotelkaufmann Alexander Fitz das leer stehende Personalhaus seines Hotels Brunnenhaus Schloss Landau für die Unterbringung der Neuankömmlinge zur Verfügung gestellt, wie Jutta Binder berichtet.

Innerhalb von nur vier Tagen schafften es fleißige Landauer Helfer, das Gebäude zu reinigen und für die Aufnahme von 22 Frauen und Kinder zu möblieren. Bald darauf wurde eine zweites leer stehendes Gebäude in Landau mit 33 Flüchtlingen belegt. Weitere Flüchtlinge sind in Privathäusern bei Familien untergebracht.

Sprachunterricht organisiert

Drei Frauen sind inzwischen wieder zu ihren Männern in die Ukraine zurückgekehrt. Aktuell wohnen in Landau aber 63 Flüchtlinge, die von den Landauern nach Kräften unterstützt werden.

Die größeren Kinder besuchen die Schulen in Arolsen, erhalten dort Deutschunterricht und verfolgen stundenweise Online-Unterricht ukrainischer Lehrer. Sogar eine zweisprachige VHS-Lehrerin konnte gefunden werden, die in Landau Deutschunterricht anbietet.

In Gedanken bei den Männern in der Heimat

Um die Hilfe zu finanzieren, hat der Landauer Verein für Jung und Alt ein Spendenkonto eingerichtet (DE96 5235 0005 0000 1418 12), aber auch die Spenden Dritter, wie in diesem Fall des Lions-Clubs Bad Arolsen sind mehr als willkommen.

„Die Frauen und Kinder aus der Ukraine sind sehr dankbar für die Hilfe und Freundlichkeit, mit der sie hier empfangen werden“, fasst Jutta Binder ihre Beobachtungen zusammen: „Die Frauen sind natürlich in Gedanken noch bei ihren Männern, die in der Heimat zurückbleiben mussten. Ich habe aber in eine Menge dankbarer Gesichter geblickt, als wir die Spenden weitergeben konnten.“

Langer Atem wird benötigt

Im Namen des Lions-Clubs würdigten der amtierende Präsident Guido Thoma, Clubsekretär Björn Meywald und Vorstandsmitglied Bernd Radeck den Einsatz der vielen engagierten Landauer Familien.

Die Lions wollen auch künftig Geld sammeln, um Hilfsprojekte für Ukraine-Flüchtlinge in der Region Nordwaldeck zu unterstützen. Alle waren sich einig, dass für die Hilfe ein langer Atem benötigt werde. (Elmar Schulten)

Lionsspende für die Landauer Ukraine-Hilfe in einem Haus in der Mittelstraße: Von links Björn Meywald, Bernd Radeck und Guido Thoma vom Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch, Mareike Alsfasser, Martina Hasenschar, Johannes Kirr und Jutta Binder als Vertreter des Landauer Hilfsprojektes. © Elmar Schulten

Lions präsentierten Weltreise des Helmighäusers Christian Vogel: Kinoabend für guten Zweck

Der hr-Fernsehjournalist Christian Vogel aus Helmighausen hat mit seinem Motorrad eine Reise rund um die Welt unternommen und seine Erlebnisse in dem Kinofilm „Egal was kommt“ beschrieben.

Bad Arolsen – Diesen Film haben die Bad Arolser Lions am Sonnabend bei einer Benefiz-Veranstaltung vor über 150 Zuschauern im Arolser Bürgerhaus präsentiert. Der Erlös der Veranstaltung geht an den Motorradclub Bikers Against Child Abuse (BACA), der sich dem Kampf gegen Kindesmissbrauch verschrieben hat. Vertreter des Motorradclubs waren zahlreich im Bürgerhaus vertreten. Ein Kurzfilm schilderte wie die Biker Opfer von Kindesmissbrauch in ihren Reihen Aufnahmen das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.

Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch der Weltenbummler Christian Vogel, der 2015 für 333 Tage mit seinem BMW-Motorrad durch die USA, Kanada, Russland, China, die Mongolei, Indien, Pakistan, den Iran, die Türkei und quer durch Europa bis Portugal gereist ist.

 

Die meisten Menschen sind sehr nett und hilfsbereit

Sein Film beschreibt auch den Unfall, bei dem er sich in Indien das Handgelenk angebrochen hat. Mehrere Wochen dauerte es, bis seine Freundin ihm die nötigen Ersatzteile für Motorrad nach Indien schicken konnte. Die junge Ärztin aus Marsberg war auch bei der Operation in einem indischen Krankenhaus dabei.

Die abenteuerliche Reise fand ein gutes Ende, wie die fesselnde Filmdokumentation beschreibt. Vogel zog am Samstagabend bei einer Fragerunde dieses Fazit: Ich habe gelernt, dass die meisten Menschen in allen Ländern sehr nett und hilfsbereit sind.“ (Elmar Schulten)

Die Arolser Lions unterstützen die Bikers Against Child Abuse (BACA), die missbrauchten Kindern ihr Selbstvertrauen wiederzurückgeben wollen. Für sie ist der Erlös des Kinoabends im Bürgerhaus bestimmt. © Elmar Schulten

Mit dem Motorrad um die Welt

Mit dem Motorrad um die Welt

Lions-Club präsentiert Film „Egal was kommt“ für guten Zweck

Bad Arolsen – Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch präsentiert zusammen mit dem Fernsehredakteur und Filmemacher Christian Vogel am 14. Mai im Bürgerhaus dessen Film „Egal was kommt“ von 2018 über seine Weltreise mit einem Motorrad.

Der Erlös aus den Eintrittsgeldern kommt dem deutschen Club „Bikers Against Child Abuse/Motorradfahrer gegen Kindesmissbrauch“ (BACA) zugute.

In dem Film erzählt der aus Helmighausen stammende und in Kassel lebende Motorradfreund Vogel seine Geschichte von einer Reise mit seiner Maschine durch über 20 Länder, die Erlebnisse, Begegnungen und Geschichten aus den Gegenden, die er 2015 bereiste.

Die Motorradfreunde Christian Vogel, seine Ehefrau Miriam und Lions-Präsident Guido Thoma bieten dem Biker-Club eine Plattform, um deren Aktivitäten zum Schutz von Kindern zu beschreiben und dafür Geld zu sammeln.

Von den 5000 Mitgliedern des ursprünglich in dem amerikanischen Bundesstaat Utah gegründeten Clubs weltweit gehören rund 160 in neun so genannten Chaptern zu BACA. Die Aktiven treten öffentlich in Erscheinung, geben aber zum eigenen Schutz ihren bürgerlichen Namen nicht bekannt, wie der unter dem Kunstnamen Ram tätige Präsident des Teutoburg Forest Chapter erklärt. Gemeinsam mit seinen Mitstreiter Mark Noise Manski erläuterte er im Gespräch mit der WLZ die ehrenamtliche Arbeit von BACA. „Wir Biker sind einfach für Kinder da, die von Missbrauch betroffen sind“, bringt es Ram auf einen Nenner. Die Männer und Frauen in den schwarzen Kutten bieten Hilfen an.

Voraussetzung ist es, dass es für einen akuten Fall ein Aktenzeichen bei der Justiz gibt und Sorgeberechtigte die Unterstützung für das Kind auch wollen: „Wir lassen uns nicht in Familien- oder Ehestreitigkeiten verwickeln. „Wer bei BACA mitmachen will, muss zunächst ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen und sich in Kursen auf die Arbeit mit den Familien vorbereiten. Das dauert ein bis zwei Jahre.

„Wir bieten keine Therapien an“, betonen die BACA-Aktiven. „Wir kommen, wenn die Kinder Angst haben. Wir begleiten sie zu Prozessen oder zur Polizei.“

Die Biker gehen nicht gegen Beschuldigte vor, sondern schirmen die Minderjährigen in Absprache mit den Sorgeberechtigten ab, wenn es sein muss. Unter Notfalltelefonnummern stehen die beiden Paten aus dem Club bereit.

Die Biker nehmen das Kind im Rahmen einer Zeremonie in ihre Mitte auf. Dazu vereinbaren sie ein Treffen an einem neutralen Punkt. Wenn dann 60 bis 80 Biker in ihren schwarzen Klamotten auftauchen , dann staunen die Kinder und ihre Erziehungsberechtigten. Das Kind bekommt eine eigene Kutte, einen „Roadname“ und einen Teddybär , der vorher symbolisch mit der positiven Energie der Motorradfreunde zur Stärkung des Jungen oder Mädchens aufgeladen wird. „Die fühlen sich dann selbst auch stark“, sagt Ram.

Die als Paten ausgewählten Members versuchen die Kinder zu stärken und sie selbstbewusst zu machen. Spielen gehört ebenso dazu wie das Abschirmen vor einer Einflussnahme durch Beschuldigte.

Kontakte mit BACA-Members hatte der Motorradfreund Christian Vogel bei einer Veranstaltung des Motorradclubs Rhoden, bei der sein Film für den guten Zweck gezeigt und das gespendete Geld an den Club gezahlt wurde. Bei dem Filmabend im Bürgerhaus wird vor dem Hauptfilm „Egal was kommt“ ein kurzer Film über BACA gezeigt. Im Foyer gibt es Speisen und Getränke. Zudem wird die Band Strange Coffee auftreten.

300 Plätze werden im Bürgerhaus gestellt werden. Tickets zum Preis von 10 Euro gibt es bei der Hofapotheke Liebach und der Sparkasse Arolsen am Kirchplatz und bei der Buchhandlung Kirstein. Der größte Teil des Erlöses geht an BACA, der Rest an regionale Projekte der Arolser Lions.

Von Armin Haß

Für den guten Zweck präsentiert der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch den Film „Egal was kommt“ von und mit Christian Vogel (2. von rechts). Club-Sekretär Björn Meywald (rechts) und Präsident Guido Thoma mit Plakat. Links und rechts vom Bikers Against Child Abuse (BACA) Mark „Noise“ Manski und Präsident „Ram“..Foto: Armin Haß

Drei Schüler lernen jetzt Kontrabass​

Drei Schüler lernen jetzt Kontrabass

Rotarier und Lions unterstützen Christian-Rauch-Schule beim Kauf von Kontrabässen

Bad Arolsen – Instrumente sind teuer. Deshalb ist die Christian-Rauch-Schule dankbar für die jetzt erfolgte Unterstützung bei der Anschaffung von drei neuen Schüler-Kontrabässen. Drei weitere wurden angemietet.

Das Geld für die Neuanschaffungen, immerhin rund 5100 Euro, kam je zur Hälfte vom Rotary-Club Korbach-Bad Arolsen und dem Lions-Club Christian-Daniel Rauch. Bei einem Besuch in der Schule konnten sich die Spender davon überzeugen, dass die Instrumente intensiv genutzt werden.

Lions-Präsident Guido Thoma, selber ein begeisterter Musiker, schwärmte davon, wie Musik die Menschen zusammenbringe und wie wichtig musikalische Ausbildung von Kindern für deren Entwicklung sei.

Schulleiter Markus Wagener stellte fest, dass die Schule kein eigenes Budget für die Anschaffung so teurer Instrumente habe. Umso mehr sei man dankbar für die finanzielle Hilfe der beiden Service-Clubs.  

Die Christian-Rauch-Schule sei stolz auf ihren amtlich bestätigen Statuts als Schwerpunktschule für das Fach Musik. Umso mehr litten jedoch die Musiker unter den coronabedingten Proben- und Auftrittsbeschränkungen. Besonders die Bläser dürften zum Schutz vor Aerosolen nicht gemeinsam proben.

Deshalb habe die Schule die eigentlich geplanten neuen Orchesterklassen sowohl im vergangenen, als auch im aktuellen Schuljahr als reine Streicherklassen eingerichtet. Und die benötigten nun mal auch Kontrabässe.  

Angeschafft wurden   vergleichsweise kleine Schüler-Instrumente, die aber über den Dorn am Boden eine Zeitlang mitwachsen könnten. Zum Schutz vor Transportschäden bleiben diese Instrumente dauerhaft in der Schule. Die Schüler haben Mietinstrumente für das tägliche Üben bei sich zu Hause, so Wagener.

Von Elmar Schulten

 Rotarier und Lions haben zusammengelegt und der Orchesterklasse 5 der Christian-Rauch-Schule drei Kontrabässe spendiert. Die Instrumente wurden den Spendern von den Schülern vorgeführt.
© Elmar Schulten