Spende für Tafel

Der ökumenische Tafellladen kann sich auf die Lions verlassen

Bad Arolser Lions unterstützen seit vielen Jahren den ökumenischen Tafelladen

Bad Arolsen – Der Lions-Club Christian Daniel Rauch hat wieder 2000 Euro für den Betreib des ökumenischen Tafelladens gespendet. Das Geld stammt diesmal aus Spenden der Lions-Mitglieder.

In den Vorjahren hat der Club regelmäßig die Erlöse der alljährlichen Benefiz-Veranstaltungen unter dem Titel „Lions-Tafel“ an die Bad Arolser Tafel weitergeleitet. Weil aber diesmal pandemiebedingt keine „Lions-Tafel“ stattfinden konnte, kommt die spende diesmal allein aus den privaten Portemonnaies der Mitglieder, die damit ein positives Zeichen in schwerer Zeit setzen möchten.

Das weiß Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil, der den Tafelladen ehrenamtlich leitet, besonders zu schätzen, denn auch die Tafel-Läden haben coronabedingt weniger Spenden einsammeln können, während der Bedarf an günstigen Lebensmitteln eher größer geworden ist.

Die Arolser Tafel versorgt 132 Bedarfsgemeinschaften in Nordwaldeck, darunter rund 250 Erwachsene und Kinder, die ihre Bedürftigkeit im Pfarramt darlegen müssen. Die Verteilung der Lebensmittel übernehmen ehrenamtliche Helfer, von denen einige aus Sorge um die Infektionsgefahren derzeit pausieren.
Im Tafelladen selber wurden die üblichen Schutzvorkehrungen für Verkäufer und Kunden getroffen. Dazu gehören plexiglaswände, Maskenpflicht und Handesinfektion.

Pfarrer Hoos-Vermeil berichtete, dass die Tafel im vergangenen Jahr von der Soforthilfe der Bundesregierung profitiert habe und die Hilfe an die Bedürftigen weitergegeben habe. Nun hoffe er, dass sich der Betrieb der Tafeln mit dem Impffortschritt bald wieder normalisiere. (es)

 Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch unter Leitung seines Präsidenten Stephan Göbel und seines Clubsekretärs Franz Peine sowie von Bernd Radeck vom Lions-Förderverein hat eine Reihe von Spenden für förderungswürdige Projekte in Nordwaldeck überbracht. 2000 Euro gingen an den ökumenischen Tafelladen.
Foto: Elmar Schulten

abwechslung im corona alltag

Willkommene Abwechslung im Corona-Alltag

Lions und Caritas überraschen Bathildisheim-Wohngruppen in Neu-Berich

Bad Arolsen-Neuberich – Die rund 75 Bewohner des Heilpädagogischen Wohnbereiches des Bathildisheims in Neu-Berich leiden unter den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie. Kontakte nach außerhalb sind seit Monaten nicht möglich. Eine Situation, die für die Bewohner mit Behinderungen nur schwer nachzuvollziehen ist.

Deshalb hatte Andrea Pilapl, die beim Bathildisheim für die Organisation bunter Vielfalt zuständig ist, die Idee zu einer kleinen Überraschung. Es fiel er nicht schwer, die Mitglieder des Lions-Clubs Bad Arolsen und der katholischen Caritas-Konferenz in ihr Vorhaben mit einzubinden., schließlich ist Andrea Pilapl auch Vorsitzende der katholischen Caritas-Konferenz und bestens vernetzt. Auf ihre Anregung hin bauten am vergangenen Sonnabend Arolser Lions-Mitglieder mit ihrem Präsidenten Stephan Göbel unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln im Innenhof vor Haus Kastanie einen Grillstand auf. Engagierte Caritas-Mitglieder hatten zwölf verschiedene Salate vorbereitet und für den guten Zweck gespendet. Pünktlich zur Mittagszeit brutzelten die von Arolser Geschäftsleuten gespendeten Würstchen auf dem Grill.

Ihr Duft und die Akkordeonmusik von Werner Wachenfeld lockten die Bewohner der Wohngruppen zum Innenhof, wo unter Einhaltung der Hygieneregeln innerhalb der Wohngruppen die Leckereien genossen wurden. Bereichsleiter Jürgen Iske achtete mit seinen Mitarbeitern auf die Einhaltung der Abstandsregeln und dankte allen ehrenamtlichen Helfern sowie der katholischen Kirchengemeinde für die willkommene Abwechslung. Er sei sicher, dass die kleine Grillveranstaltung zur Mittagszeit den Bewohnern der Bathilisheim-Wohngruppen sehr gut gefallen und ein wenig Abwechslung in den Corona-Alltag gebracht habe.

Für Bedürftige und Kultur

Lions unterstützen ökumenischen Tafelladen und Internationales Jugendmusikfestival

Bad Arolsen. Seit zehn Jahren unterstützt der Lions-Club Bad Arolsen die Arbeit der vor zehn Jahren gegründeten Bad Arolser Tafel finanziell, mit Sachmitteln wie dem Kauf eines Kühlwagens und personell durch ehrenamtliche Mitarbeit wie durch die Fahrdienste des Lions-Mitglieds Leopold von Carlowitz.

Der für das ökumenische Tafel-Projekt zuständige Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil, dankte dem amtierenden Lions-Präsidenten Alfred Theune und dessen Vorgänger Dr. Martin von der Emde bei der Übergabe der zehnten Großspende in Höhe von 1700 Euro für die zuverlässige, regelmäßige Unterstützung, ohne die die Arbeit der Tafel gar nicht möglich wäre.

Der Tafelladen gibt Lebensmittel an Bedürftige aus, die ihre Bedürftigkeit zuvor im Pfarrbüro nachgewiesen haben.

Bedarf ist groß

Derzeit kommen regelmäßig 250 Erwachsene und 100 Kinder in den Tafelladen an der Teichstraße. Die Lebensmittel, die hier verteilt werden, stammen aus Spenden, von Supermärkten und Bäckereien in der Region.

Dazu werden Lebensmittel, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr verkauft werden können, von Tafel-Mitarbeitern abgeholt und im Tafelladen präsentiert. Außerdem wird regelmäßig in den Supermärkten zu Lebensmittelspenden aufgerufen, an denen sich die Marktbesucher beteiligen können.

Die Lions-Spende ermöglicht unter anderem den Zukauf weiterer Lebensmittel und der Finanzierung der Ladenmiete.

In den vergangenen Wochen hat der Vorstand der Lions auch eine Reihe von weiteren Spenden beschlossen. So wurde das Fußballturnier des TSV Landau, an dem auch Menschen mit Behinderungen teilgenommen haben, mit 500 Euro unterstützt.

Wenn demnächst auf der Freilichtbühne Twiste der Verband der Jugendbühnen ein Jugendcamp abhält, wird auch dies von den Lions mit unterstützt. Auch die Bestenprämien für die Abschlussjahrgänge der Kaulbachschüler stammen aus Spenden der LionsMitglieder.

Schließlich unterstützte der Lions-Club im vergangenen Monat die Ausrichtung des Internationalen Jugendmusikfestivals in Bad Arolsen mit 2000 Euro.

Die Fördergelder stammen aus dem privaten Portemonnaies der Lions-Mitglieder sowie aus dem Erlös von Veranstaltungen des Lions-Clubs. Die Arolser Tafel wird aus den Einnahmen bei der jährlichen Lions-Benefizveranstaltung „Lions-Tafel“ finanziert. Zuletzt sprach im Februar Jörg Dräger von der Bertelsmann-Stiftung über die Digitalisierung des Lernens vor geladenen und zahlenden Gästen.


© Waldeckische Landeszeitung | Elmar Schulten

Kochen, reden, spielen

Bad Arolser Lions unterstützten ehrenamtliche Diemelstädter Flüchtlingshelfer

Diemelstadt-Rhoden. Die Betreuung der rund 150 Flüchtlinge in Diemelstadt funktioniert vorbildlich: Ehrenamtliche Helfer in Wrexen, Wethen und Rhoden organisieren Sprachkurse, Hilfe im Alltag und manche Begegnungsveranstaltung. Professionelle Unterstützung leistet dabei die städtische Flüchtlingskoordinatorin Maria Schmidt, der den ehrenamtlichen Helfern mit Rat und Tat zur Seite steht. 

Unerwartete Unterstützung erfuhren die Flüchtlingsbetreuer jetzt durch eine Spende des Lions-Clubs Bad Arolsen Christian Daniel Rauch. Die vom Club zur Verfügung gestellten 500 Euro investierte die Flüchtlingskoordinatorin in zehn Paar Kinderturnschuhe und zehn Fahrradhelme für Kinder. 

Turnschuhe und Helme

Tatsächlich stehen für die Flüchtlinge genügend Gegenstände für den täglichen Bedarf bereit. In der von der Kirchengemeinde organisierten Schatzkiste im Dorfgemeinschaftshaus werden Kleiderspenden und Spielsachen gesammelt und vermittelt. Was jedoch fehlt, sind oft Hallenturnschuhe in Kindergröße für den Schulsport und für den Sport im Vereinsverbund. 

Auch die vielen Fahrradspenden werden gerne angenommen und genutzt. Aber auch hier fehlt es oft an den nötigen Schutzeinrichtungen. Kinderhelme können beim Sturz so manche Verletzung vermeiden helfen. 

Lionspräsident Dr. Martin von der Emde aus Mengeringhausen und sein Clubsekretär Marko Lambion aus Bad Arolsen zeigten sich bei der Übergabe der Spende sehr beeindruckt von der Arbeit der vielen Ehrenamtlichen in Rhoden.

Dankbar für jeden Kontakt

Jeden Dienstag zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr organisieren sie im Grunewaldheim der Kirchengemeinde ein fröhliches Beisammensein von Flüchtlingen und Einheimischen. Es wird gemeinsam gekocht, gespielt und so manches bürokratisches Problem besprochen. 

Vor allem aber haben die Flüchtlinge bei den regelmäßigen Treffen die Möglichkeit, Kontakte mit Deutschen zu knüpfen und ihre Sprachkenntnisse zu trainieren. Für nicht wenige der Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Afghanistan ist das Treffen „der“ Höhepunkt der Woche. 

Pfarrerin Claudia Engler berichtete von der jüngsten Zuwendung der Landeskirche für die wöchentlichen Treffen im Gemeindehaus. Mehr als 2000 Euro stehen zur Verfügung. Mit diesem Geld können die Kochzutaten, Spiele und Lernhilfen für ein ganzes Jahr angeschafft werden.

 

© Waldeckische Landeszeitung | Elmar Schulten

Konzerterlös für Jugendliche

Lions spenden 1000 Euro für Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen

Bad Arolsen. Der Lions-Club Christian-Daniel Rauch hat eine Spende über 1000 Euro an die Jugendhilfe im Waldeckischen Diakonissenhaus übergeben. 

Das Geld stammt aus Spenden, die beim Benefizkonzert vor Weihnachten in der Bad Arolser Stadtkirche zusammengekommen sind, und soll für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge verwendet werden, die zurzeit im Sophienheim betreut werden. 

In der Vorweihnachtszeit hatten die Lions zu einem Benefizkonzert des Trios „An die Musik“ mit Mario Carboni, Martina Sutter und Helmut Schäfer in die Stadtkirche geladen. Am Ausgang wurde um Spenden gebeten. 

Spenden 

Die Einnahmen wurden noch einmal aufgestockt und aufgerundet, so dass nun Lions-Präsident Martin von der Emde und der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Radeck, 1000 Euro an den Vorsteher des Waldeckischen Diakonissenhauses, Oswald Beuthert, und an Xenia Horst, die Leiterin der Jugendhilfeabteilung des Diakonissenhauses, übergeben konnten. 

Integration

 Zuvor hatten Beuthert und Horst über die besonderen Herausforderungen und Chancen der unbegleiteten Minderjährigen berichtet. Im Sophienheim lernen sie nicht nur schnell die deutsche Sprache, sondern auch die Eigenarten der deutschen Wohn- und Lebenskultur kennen. Die Jugendlichen besuchen die Kaulbach-Schule und die Christian-Rauch-Schule und haben gute Chancen, einen deutschen Schulabschluss und später auch eine Berufsausbildung absolvieren zu können. 

Die meisten Kosten der Betreuung werden durch die Träger der Jugendhilfe finanziert. Für Wünsche, die darüber hinausgehen, sind Spenden wie die der Lions nötig. (es)


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Bezauberndes Benefizkonzert

Trio „An die Musik“ gastiert in der Stadtkirche – Lions-Spende für Flüchtlinge

Bad Arolsen. Weihnachtslieder mit Geschichte und Tradition haben beim Benefizkonzert mit dem Trio An die Musik die Zuhörer in der Stadtkirche bezaubert.

Der Lions-Club Bad Arolsen Christian-Daniel-Rauch und die evangelische Kirchengemeinde hatten zu dem besonderen Konzert eingeladen. Der gespendete Erlös, so kündigte Lions-Präsident Martin von der Emde an, kommt den unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen im Waldeckschen Diakonissenhaus Sophienheim zugute.

Aus sechs Jahrhunderten 

Für die Zuhörer gab es im Gegenzug nicht nur stimmungsvolle Weihnachtsmusik aus sechs Jahrhunderten, sondern obendrein diverse Erklärungen zum besseren Verständnis dazu. Geliefert wurden sie von Klarinettist Helmut Schäfer, der als Arrangeur auch für den harmonischen Grundton der Kombination aus Gitarre, Gesang und Klarinettenspiel verantwortlich zeichnet.

Zu hören war dies in jedem einzelnen der Stücke, die vom einfühlsamen Gesang von Mezzosopranistin Martina Sutter geprägt und vom Zusammenspiel Schäfers mit der Gitarre Mario Carbonis umspielt werden. 

Moderne Einheitskost, wie sie derzeit aus sämtlichen Lautsprechern dudelt, ist nicht Sache des Trios. Das machten die aufeinander eingespielten Künstler vom ersten Lied an deutlich: Nun singet und seid froh entstand bereits im 14. Jahrhundert. 

Klassiker 

Kontrastiert wurde der ruhige, gleichbleibende Rhythmus der spätmittelalterlichen Komposition mit Silchers Alle Jahre wieder, Es kommt ein Schiff geladen, Maria durch ein Dornwald ging oder internationalen Klassikern aus Tschechien, Italien, England und Frankreich. Aus dem Nachbarland stammt etwa das französische Original, hierzulande bekannt als Hört der Engel helle Lieder, dem die Sopranistin mit dem jubilierten Gloria in excelsis deo besondere Glanzlichter aufsetzte. 

Ursprünglich Tanzlied 

Wer im Publikum Lust hatte, selbst die Stimme zu erheben, musste sich indes bis zum abschließenden O du fröhliche gedulden. Zuvor stand der vergleichsweise junge Klassiker Stille Nacht an. Und zwar in der ursprünglichen Form und Tonart, wie Helmut Schäfer das für Gitarre geschriebene Lied ankündigte. Und auch zum Schlusslied erfuhren die Zuhörer noch erstaunliches, nämlich dass es sich bei O du Fröhliche ursprünglich um ein Tanzlied aus Sizilien handelte. Entsprechend lebhaft sangen die Anwesenden alle Strophen mit. Zu Ende war das kleine, feine Konzert nach dem stürmischen Schlussapplaus aber noch nicht. 

Als Zugabe servierte das Trio in der Kirche zwar kein Weihnachtslied, dafür den von Stimmung und Uhrzeit her passenden Abendsegen aus Humperndincks Hänsel und Gretel.


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„Klassische Weihnacht“ in Stadtkirche

Trio „An die Musik“ morgen zu Gast bei Lions-Club und Kirchengemeinde

Bad Arolsen. Sich musikalisch auf die Weihnachtstage einzustimmen ist vielleicht die schönste Art, dem Fest entgegenzugehen. Die evangelische Kirchengemeinde und der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch geben mit einem Angebot morgen am Spätnachmittag dazu eine ganz besondere Gelegenheit: Das Konzert mit dem Titel „Klassische Weihnacht“ beginnt um 17 Uhr in der Stadtkirche. Ein Trio gestaltet den vorweihnachtlichen Abend. Es heißt „An die Musik“ und besteht aus Martina Sutter als Mezzosopran, Helmut Schäfer mit der Klarinette und Mario Carboni, der mit Gitarre der Dritte im Bunde ist. Der Eintritt ist frei, doch die Veranstalter bitten herzlich um Spenden. Der Erlös des Konzerts soll den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Obhut des WDS zugutekommen. (du)

 

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Benefiz-Konzert der Lions in der Stadtkirche

Bad Arolsen. Die evangelische Kirchengemeinde und der Lions-Club Bad Arolsen Christian-Daniel-Rauch laden am Sonnabend, 12. Dezember, um 17 Uhr zu einem Konzert unter dem Titel „Klassische Weihnacht“ in die Stadtkirche ein. Gestaltet wird der Abend vom Trio „An die Musik“ mit Martina Sutter (Mezzosopran), Helmut Schäfer (Klarinette) und Mario Carboni an der Gitarre. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten. Der Erlös ist für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im WDS-Sophienheim bestimmt. (es)

 

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Martin als Vorbild beim Teilen

Martinszug durch Große Allee – Lions laden zu Kinderpunsch und Würstchen ein

Martinszug durch Große Allee – Lions laden zu Kinderpunsch und Würstchen ein Bad Arolsen. Der Lions-Club Christian-Daniel-Rauch hat am Sonnabend die Kinder und Eltern der Bad Arolser Kindergärten zum Martinszug eingeladen.
Start und Ziel war die katholische Kirche, in der der Landauer Pfarrer als Zuständiger für die Kindergärten im Zweckverband eine ökumenische Andacht gestaltete.

Mit ihren Laternen zogen die Kinder dann durch die Große Allee bis auf den Schlosshof, wo gemeinsam Martinslieder gesungen wurde. Den Ton gaben dabei die Musiker der Wetterburger Burgpiepen an.

Im Anschluss an den Umzug waren Kinder und Eltern zu Punsch und Grillwürstchen vor dem katholischen Pfarrheim eingeladen. Die Lions baten allerdings um eine Spende zugunsten des Kindergartens in der Rauchstraße.
Für jedes Kind hatten die Lions kleine Stutenmänner backen lassen, die an das wohltätige Wirken des heiligen Martins erinnern sollten.

200 Stutenmänner wurden im Anschluss in die Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung in Mengeringhausen gebracht, wo sich die Flüchtlingskinder sichtlich über die kleine Gabe freuten. (es)

© Waldeckische Landeszeitung

Goethe trägt jetzt Pelz

Dem Dichterfürsten Goethe hat Fotograf ingolf timpner (5.von links) einen Pelzmantel verpasst. Unser Foto mit (v.l.) Dr. rolf luhn, stadtrat Udo Jost, Bürgermeister Jürgen van der Horst, stadträtin katja müller-ashauer, Prof. Bernhard maaz, Udo reuter vom museumsverein und museumsleiterin Dr.Birgit kümmel entstand bei der eröffnung der interventionen „lichtgestalten“ im Christian-Danielrauch-museum.

Ausstellung „Lichtgestalten“ von Ingolf Timpner im Rauch-Museum

Im Jahr 2015 trägt Goethe Pelz: Ingolf Timpners „Lichtgestalten“ sind noch bis zum Jahresende an den Wänden des Rauch-Museums zu entdecken.

Bad Arolsen. Zu Interventionen im Christian-Daniel-Rauch Museum laden das Museum Bad Arolsen und der Museumsverein zeitgenössische Künstler verschiedener Kunstgattungen ein.

Den Anfang machte 2012 das Bildhauerpaar Julia Venske und Gregor Spänle. Eine ihrer bizarren Marmorkreationen scheint sich bis heute durch eine Vitrine mit zwei klassizistischen Skulpturen zu schlängeln.

Zurückhaltender, doch nicht weniger unkonventionell setzen Ingolf Timpners „Lichtgestalten“ diesen Dialog zwischen Alt und Neu fort. Aus den bildhauerischen Werken im Rauch-Museum hat Timpner zwölf Porträtbüsten als Modelle ausgesucht und das getan, was der normale Museumsbesucher tunlichst unterlassen sollte: sie mit Pelz, Jacke und Pullover „eingekleidet“ und fotografiert. Der vermeintlich ehrfürchtige Abstand zu den Ausstellungsstücken ist von dem Künstler fotografisch durchbrochen worden.

Sollte die verspielte Inszenierung vielleicht andeuten, dass das „Museum als Musentempel passé“ ist? Oder ist die Dauerausstellung, mit den Worten Dr. Rolf Luhns von der art regio Sparkassenversicherung, vielmehr ein Versuch, auf Augenhöhe der Kunst eines längst vergangenen Jahrhunderts zu begegnen? – Ein Kompliment Luhns ist den Arolser Museumsmachern um Dr. Birgit Kümmel jedenfalls sicher: Das Haus habe den Kurs gehalten, „immer wieder Überraschendes zu entdecken und Seriosität und Wissenschaftlichkeit nicht mit Verschlafenheit zu begegnen.“ 

Von einer fotografisch geschlagenen Brücke über 200 Jahre Distanz sprach Prof. Dr. Bernhard Maaz, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, in seiner Laudatio. „Wiederholtes Schauen ist vertieftes Schauen“, befand Maaz in seiner launigen Ansprache, sprach᾿s und schlang einer Rauchschen Prinzessinnenbüste seinen Schal um den Nacken. Erheiterung unter den Zuhörern, zufriedenes Lächeln beim Redner, den gewünschten AhaEffekt hervorgekitzelt zu haben. Kleider machen eben Leute – auch das eine Erkenntnis, die die Besucher der sonntäglichen Vernissage anschließend mit auf ihre Entdeckungstour durch den ehemaligen Marstall nahmen. Die musikalische Einstimmung, ebenfalls im Crossover-Verfahren, lieferten German Prentki und César Angeleri.

Von Sandra Simshäuser