SpendenUEbergabe

Rotarier und Lions unterstützen gemeinsam schwerbehinderte Frau aus Rhoden

Teilhabe ermöglichen: Rotarier und Lions unterstützen gemeinsam eine schwerbehinderte Frau in Rhoden

Diemelstadt/Bad Arolsen – Doris Sinemus und ihre Schwester Margret Kerloch freuen sich über die Unterstützung, die sie bei der Finanzierung ihres dringend benötigten, rollstuhlgerechten Autos mit Laderampe erfahren. Die Familie hat zwar etwas gespart, das reicht aber nicht, um die rund 40 000 Euro Sonderanfertigung zu finanzieren.

Deshalb sprangen jetzt auch die beiden regionalen Serviceclubs, der Rotary-Club Korbach-Bad Arolsen mit 4000 Euro und der Lions-Club Bad Arolsen mit 1000 Euro ein. Die gemeinsame Spendenübergabe erfolgte jetzt auf dem Arolser Schlosshof.

Doris habe sich sehr auf die Fahrt nach Arolsen gefreut, berichtet ihre Schwester Margret Kerloch. Man dürfe nicht glauben, dass Doris mit ihrer Schwerbehinderung dies nicht mitbekomme.

Das Gegenteil sei der Fall: Doris sei gerne unterwegs, treffe gerne andere Menschen und wisse ganz genau, was um sie herum vorgehe: „Doris hat Freude am Leben und ist sehr gesellig.“
 

Deshalb sei das neue Auto, das nun dank der vielen Spenden bald bestellt werden könne, auch sehr wichtig für sie. Das Auto beschere der schwerbehinderten Frau ein großes Stück Lebensqualität. Mit dem jetzt 13 Jahre alten, ebenfalls mit Rollstuhlrampe ausgestatteten Ford Tourneo Correct war Doris schon in Paris und an der Nordsee.

Bis auf den Eiffelturm habe sie es geschafft. Und sogar auf der Insel Helgoland sei sie gewesen. Das Ausbooten habe ihr besonders große Freude bereitet, erzählt ihre Schwester, die sich seit Jahrzehnten liebevoll um sie kümmert.

Das Vorgängerfahrzeug sei nun sehr reparaturanfällig geworden, so dass es ersetzt werden müsse.

Inzwischen sei auch der aufreibende Papierkram erledigt, so dass der Landeswohlfahrtverband beim behindertengerechten Umbau des Fahrzeugs helfe. Den größten Batzen aber finanziert die Familie selber mit Hilfe von Spenden.

Rotary-Präsident Andreas Schwarzer zeigte sich sehr beeindruckt von der Schilderung der Lebensumstände von Doris Sinemus und vom großen familiären Zusammenhalt der Rhoder Familie. Deshalb hätten die 64 Mitglieder auch gerne der Spende von 4000 Euro zugestimmt. (es)

Lions und Rotarier überreichen gemeinsam  ihre Spenden zur Finanzierung eines neuen rollstuhlgerechten Fahrzeuges an Margret Kerloch und ihre Schwester Doris Sinemus aus Rhoden. Von links: Rotary-Präsident Andreas Schwarzer mit den Rotary-Mitgliedern Gerhard Friedhoff, Willi Schaumburg, Margret Kerloch und Doris Sinemus, Kai-Alexander Schmidt (Rotarier), Lions-Präsident Stephan Göbel und Lions-Sekretär Franz Peine.
Foto: Elmar Schulten

Kinder-Jugendbuecherei

Leseförderung in den beiden Arolser Büchereien

Arolser Lions unterstützen Leserförderung mit Spenden an die Stadtbücherei und an die evangelische Kinder- und Jugendbücherei

Bad Arolsen – Der Lions-Club Christian Daniel Rauch unterstützt den Förderverein der Christine-Brückner-Bücherei und die evangelische Kinder- und Jugendbücherei Spenden von jeweils 500 Euro. 

Der Förderverein benötigt das Geld zur Anschaffung neuer Bücher und anderer Medien. Die Spendenmittel gelten als Eigenmittel des Vereins, die in einem weiteren Schritt vom Land Hessen aufgestockt werden.

Die Stadt Bad Arolsen finanziert zwar die Räumlichkeiten der Stadtbücherei im Untergeschoss des Bürgerhauses. Um die Anschaffung neuer Medien kümmert sich jedoch der Förderverein, der auch den kompletten Büchereibetrieb ehrenamtlich organisiert.

Lions spenden für Stadtbücherei

Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch unter Leitung seines Präsidenten Stephan Göbel und seines Clubsekretärs Franz Peine sowie von Bernd Radeck vom Lions-Förderverein hat eine Reihe von Spenden für förderungswürdige Projekte in Nordwaldeck überbracht. Je 500 Euro gingen an die Stadtbücherei Bad Arolsen und an die evangelische Kinder- und Jugendbücherei am Kirchplatz .
Foto: Elmar Schulten

Die beiden Vorsitzenden des Fördervereins, Eva Gröll-Wachenfeld und Reiner Freudenstein, berichteten bei der Spendenübergabe, dass der Büchereibetrieb massiv unter dem verschärften Lockdown leide.

Bis kurz vor Weihnachten sei es noch möglich gewesen, dass sich Nutzer ihre Bücher unter Einhaltung der Coronaregeln selber ihre neue Lektüre in der weitläufigen Bücherei aussuchen konnten. Inzwischen aber seien nur noch Buch-Bestellungen per E-Mail oder Telefon möglich.

Die Bücherei-Mitarbeiter suchen dann die gewünschten Bücher heraus und überreichen diese kontaktlos an der Eingangstür. In Einzelfällen organisiere der Vereine auch einen Bringdienst innerhalb des Stadtgebietes.

Ausdrücklich dankten die Vorsitzenden des Fördervereins den Vertretern des Lions-Clubs, Stephan Göbel und Franz Peine, für ihre wiederholte finanzielle Unterstützung. 

Weitere 500 Euro hat der Lions-Club der evangelischen Kinder- und Jugendbücherei am Kirchplatz zur Anschaffung eines neuen Computers für die Bücherverwaltung und Ausleih-Software gespendet. Im Jahr 2020 wurden hier  905 jugendliche Leser mit ihren Eltern begrüßt.  Davon waren 787 unter 12 Jahre. Insgesamt verfügt die evangelische Kinder-und Jugendbücherei am Kirchplatz über 7976 Medien, Bücher, Sachbücher,  CDs und Tonies. (es)

Familie Homann

Schnelle Hilfe für die Familie eines schwerkranken Familienvaters

Bad Arolsen Volkmarsen „Die Schilderung Ihrer Krankengeschichte hat uns sehr betroffen gemacht. Wir waren sofort einig: Da müssen wir etwas tun.“ So erklärt Stephan Göbel vom Lions-Club bad Arolsen Christian Daniel Rauch, das sein Service-Club dem Spendenaufruf von Pfarrerin Britta Holk gefolgt ist und 1000 Euro spendete. Ebenso wie die Lions haben viele Leser des WLZ-Berichtes über das schwere Schicksal von Tobias Homann reagiert.

Der 37-Jährige Familienvater von zwei Kindern im Alter von fünf und 14 Jahren wurde 2019 von der seltenen Autoimmunerkrankung Polyarteriitis nodosa befallen. Die Krankheit führt dazu, dass der Körper eigene Zellen zerstört. Blutgefäße entzünden sich, bilden sich Knoten und Thrombosen, sodass Gewebe abstirbt. Lebenswichtige Organe sind davon betroffen. Die Krankheit gilt als unheilbar und lebensbedrohlich.

So setzt Homann, der von einem Tag auf den anderen aus seinem bisherigen Leben gerissen wurde, auf findige Forscher, die ihm und anderen Betroffen langfristig Aussicht auf Linderung der schmerzhaften Symptome geben können.

Kurzfristig aber benötigt die finanzielle Familie Hilfe im Alltag, denn die Erwerbsunfähigkeitsrente, die Homann befristet zugesprochen wurde, ist aufgrund seines jungen Alters sehr gering. Die Familie hält zusammen. Ehefrau Sabrina unterstütz ihren Mann nach Kräften. „Ohne meine Familie würde ich das nicht schaffen“, sagt der junge tapfere Familienvater, der gerade eine Chemo-Therapie hinter sich hat und gespannt abwartet, wie sein Körper darauf reagiert.
Bei besonders schweren Schüben wird Homann mit dem Hubschrauber vom Stadtbruch zur Universitätsklinik nach Göttingen geflogen. In der Nähe steht auch die Klinik in Warburg bereit. Wichtig ist die Versorgung durch das Palliativnetz Waldeck-Frankenberg, für das der Facharzt Volker Barth in Korbach federführend tätig ist und in Abstimmung mit dem Hausarzt von Homann die Versorgung steuert.

Pfarrerin Holk, die die Familie begleitet und selber mit Geld hilft soweit es nur geht, hat großen Respekt vor Homann Haltung in dieser schweren Lage: „Er kämpft gegen die Krankheit, ist zuversichtlich. Und er sagt: Egal, wie’s ausgeht: An mir darf geforscht werden, damit die Mediziner lernen, wie man diese schlimme Krankheit bekämpfen kann.“ (es)

Vertreter des Lions-Clubs überbringen ihre Spende an Sabrina und Tobias Homann. Vor dem Volkmarser Pfarrhaus stehen (von links) Bernd Radeck, Stephan Göbel, Familie HomannPfarrerin Britta Homann und Franz Peine. Foto: Elmar Schulten

Spende für Tafel

Der ökumenische Tafellladen kann sich auf die Lions verlassen

Bad Arolser Lions unterstützen seit vielen Jahren den ökumenischen Tafelladen

Bad Arolsen – Der Lions-Club Christian Daniel Rauch hat wieder 2000 Euro für den Betreib des ökumenischen Tafelladens gespendet. Das Geld stammt diesmal aus Spenden der Lions-Mitglieder.

In den Vorjahren hat der Club regelmäßig die Erlöse der alljährlichen Benefiz-Veranstaltungen unter dem Titel „Lions-Tafel“ an die Bad Arolser Tafel weitergeleitet. Weil aber diesmal pandemiebedingt keine „Lions-Tafel“ stattfinden konnte, kommt die spende diesmal allein aus den privaten Portemonnaies der Mitglieder, die damit ein positives Zeichen in schwerer Zeit setzen möchten.

Das weiß Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil, der den Tafelladen ehrenamtlich leitet, besonders zu schätzen, denn auch die Tafel-Läden haben coronabedingt weniger Spenden einsammeln können, während der Bedarf an günstigen Lebensmitteln eher größer geworden ist.

Die Arolser Tafel versorgt 132 Bedarfsgemeinschaften in Nordwaldeck, darunter rund 250 Erwachsene und Kinder, die ihre Bedürftigkeit im Pfarramt darlegen müssen. Die Verteilung der Lebensmittel übernehmen ehrenamtliche Helfer, von denen einige aus Sorge um die Infektionsgefahren derzeit pausieren.
Im Tafelladen selber wurden die üblichen Schutzvorkehrungen für Verkäufer und Kunden getroffen. Dazu gehören plexiglaswände, Maskenpflicht und Handesinfektion.

Pfarrer Hoos-Vermeil berichtete, dass die Tafel im vergangenen Jahr von der Soforthilfe der Bundesregierung profitiert habe und die Hilfe an die Bedürftigen weitergegeben habe. Nun hoffe er, dass sich der Betrieb der Tafeln mit dem Impffortschritt bald wieder normalisiere. (es)

 Der Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch unter Leitung seines Präsidenten Stephan Göbel und seines Clubsekretärs Franz Peine sowie von Bernd Radeck vom Lions-Förderverein hat eine Reihe von Spenden für förderungswürdige Projekte in Nordwaldeck überbracht. 2000 Euro gingen an den ökumenischen Tafelladen.
Foto: Elmar Schulten

abwechslung im corona alltag

Willkommene Abwechslung im Corona-Alltag

Lions und Caritas überraschen Bathildisheim-Wohngruppen in Neu-Berich

Bad Arolsen-Neuberich – Die rund 75 Bewohner des Heilpädagogischen Wohnbereiches des Bathildisheims in Neu-Berich leiden unter den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie. Kontakte nach außerhalb sind seit Monaten nicht möglich. Eine Situation, die für die Bewohner mit Behinderungen nur schwer nachzuvollziehen ist.

Deshalb hatte Andrea Pilapl, die beim Bathildisheim für die Organisation bunter Vielfalt zuständig ist, die Idee zu einer kleinen Überraschung. Es fiel er nicht schwer, die Mitglieder des Lions-Clubs Bad Arolsen und der katholischen Caritas-Konferenz in ihr Vorhaben mit einzubinden., schließlich ist Andrea Pilapl auch Vorsitzende der katholischen Caritas-Konferenz und bestens vernetzt. Auf ihre Anregung hin bauten am vergangenen Sonnabend Arolser Lions-Mitglieder mit ihrem Präsidenten Stephan Göbel unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln im Innenhof vor Haus Kastanie einen Grillstand auf. Engagierte Caritas-Mitglieder hatten zwölf verschiedene Salate vorbereitet und für den guten Zweck gespendet. Pünktlich zur Mittagszeit brutzelten die von Arolser Geschäftsleuten gespendeten Würstchen auf dem Grill.

Ihr Duft und die Akkordeonmusik von Werner Wachenfeld lockten die Bewohner der Wohngruppen zum Innenhof, wo unter Einhaltung der Hygieneregeln innerhalb der Wohngruppen die Leckereien genossen wurden. Bereichsleiter Jürgen Iske achtete mit seinen Mitarbeitern auf die Einhaltung der Abstandsregeln und dankte allen ehrenamtlichen Helfern sowie der katholischen Kirchengemeinde für die willkommene Abwechslung. Er sei sicher, dass die kleine Grillveranstaltung zur Mittagszeit den Bewohnern der Bathilisheim-Wohngruppen sehr gut gefallen und ein wenig Abwechslung in den Corona-Alltag gebracht habe.

Für Bedürftige und Kultur

Lions unterstützen ökumenischen Tafelladen und Internationales Jugendmusikfestival

Bad Arolsen. Seit zehn Jahren unterstützt der Lions-Club Bad Arolsen die Arbeit der vor zehn Jahren gegründeten Bad Arolser Tafel finanziell, mit Sachmitteln wie dem Kauf eines Kühlwagens und personell durch ehrenamtliche Mitarbeit wie durch die Fahrdienste des Lions-Mitglieds Leopold von Carlowitz.

Der für das ökumenische Tafel-Projekt zuständige Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil, dankte dem amtierenden Lions-Präsidenten Alfred Theune und dessen Vorgänger Dr. Martin von der Emde bei der Übergabe der zehnten Großspende in Höhe von 1700 Euro für die zuverlässige, regelmäßige Unterstützung, ohne die die Arbeit der Tafel gar nicht möglich wäre.

Der Tafelladen gibt Lebensmittel an Bedürftige aus, die ihre Bedürftigkeit zuvor im Pfarrbüro nachgewiesen haben.

Bedarf ist groß

Derzeit kommen regelmäßig 250 Erwachsene und 100 Kinder in den Tafelladen an der Teichstraße. Die Lebensmittel, die hier verteilt werden, stammen aus Spenden, von Supermärkten und Bäckereien in der Region.

Dazu werden Lebensmittel, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr verkauft werden können, von Tafel-Mitarbeitern abgeholt und im Tafelladen präsentiert. Außerdem wird regelmäßig in den Supermärkten zu Lebensmittelspenden aufgerufen, an denen sich die Marktbesucher beteiligen können.

Die Lions-Spende ermöglicht unter anderem den Zukauf weiterer Lebensmittel und der Finanzierung der Ladenmiete.

In den vergangenen Wochen hat der Vorstand der Lions auch eine Reihe von weiteren Spenden beschlossen. So wurde das Fußballturnier des TSV Landau, an dem auch Menschen mit Behinderungen teilgenommen haben, mit 500 Euro unterstützt.

Wenn demnächst auf der Freilichtbühne Twiste der Verband der Jugendbühnen ein Jugendcamp abhält, wird auch dies von den Lions mit unterstützt. Auch die Bestenprämien für die Abschlussjahrgänge der Kaulbachschüler stammen aus Spenden der LionsMitglieder.

Schließlich unterstützte der Lions-Club im vergangenen Monat die Ausrichtung des Internationalen Jugendmusikfestivals in Bad Arolsen mit 2000 Euro.

Die Fördergelder stammen aus dem privaten Portemonnaies der Lions-Mitglieder sowie aus dem Erlös von Veranstaltungen des Lions-Clubs. Die Arolser Tafel wird aus den Einnahmen bei der jährlichen Lions-Benefizveranstaltung „Lions-Tafel“ finanziert. Zuletzt sprach im Februar Jörg Dräger von der Bertelsmann-Stiftung über die Digitalisierung des Lernens vor geladenen und zahlenden Gästen.


© Waldeckische Landeszeitung | Elmar Schulten

Kochen, reden, spielen

Bad Arolser Lions unterstützten ehrenamtliche Diemelstädter Flüchtlingshelfer

Diemelstadt-Rhoden. Die Betreuung der rund 150 Flüchtlinge in Diemelstadt funktioniert vorbildlich: Ehrenamtliche Helfer in Wrexen, Wethen und Rhoden organisieren Sprachkurse, Hilfe im Alltag und manche Begegnungsveranstaltung. Professionelle Unterstützung leistet dabei die städtische Flüchtlingskoordinatorin Maria Schmidt, der den ehrenamtlichen Helfern mit Rat und Tat zur Seite steht. 

Unerwartete Unterstützung erfuhren die Flüchtlingsbetreuer jetzt durch eine Spende des Lions-Clubs Bad Arolsen Christian Daniel Rauch. Die vom Club zur Verfügung gestellten 500 Euro investierte die Flüchtlingskoordinatorin in zehn Paar Kinderturnschuhe und zehn Fahrradhelme für Kinder. 

Turnschuhe und Helme

Tatsächlich stehen für die Flüchtlinge genügend Gegenstände für den täglichen Bedarf bereit. In der von der Kirchengemeinde organisierten Schatzkiste im Dorfgemeinschaftshaus werden Kleiderspenden und Spielsachen gesammelt und vermittelt. Was jedoch fehlt, sind oft Hallenturnschuhe in Kindergröße für den Schulsport und für den Sport im Vereinsverbund. 

Auch die vielen Fahrradspenden werden gerne angenommen und genutzt. Aber auch hier fehlt es oft an den nötigen Schutzeinrichtungen. Kinderhelme können beim Sturz so manche Verletzung vermeiden helfen. 

Lionspräsident Dr. Martin von der Emde aus Mengeringhausen und sein Clubsekretär Marko Lambion aus Bad Arolsen zeigten sich bei der Übergabe der Spende sehr beeindruckt von der Arbeit der vielen Ehrenamtlichen in Rhoden.

Dankbar für jeden Kontakt

Jeden Dienstag zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr organisieren sie im Grunewaldheim der Kirchengemeinde ein fröhliches Beisammensein von Flüchtlingen und Einheimischen. Es wird gemeinsam gekocht, gespielt und so manches bürokratisches Problem besprochen. 

Vor allem aber haben die Flüchtlinge bei den regelmäßigen Treffen die Möglichkeit, Kontakte mit Deutschen zu knüpfen und ihre Sprachkenntnisse zu trainieren. Für nicht wenige der Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Afghanistan ist das Treffen „der“ Höhepunkt der Woche. 

Pfarrerin Claudia Engler berichtete von der jüngsten Zuwendung der Landeskirche für die wöchentlichen Treffen im Gemeindehaus. Mehr als 2000 Euro stehen zur Verfügung. Mit diesem Geld können die Kochzutaten, Spiele und Lernhilfen für ein ganzes Jahr angeschafft werden.

 

© Waldeckische Landeszeitung | Elmar Schulten

Big Data entscheidet über Karriere

Dr. Jörg Dräger über die Digitalisierung des Lernens bei einem Benefizessen des Lions-Clubs Bad Arolsen in der Fürstlichen Reitbahn des Welcome-Hotels. Von links: Lions-Präsident Dr. Martin von der Emde, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Dr. Ute von der Emde, Antje Dräger, Prof. Jörg Dräger, Rosi Radeck und Bernd Radeck, Vorsitzender des Lions-Fördervereins. Foto: Elmar Schulten

Spannender Vortrag beim Lions-Club Bad Arolsen Christian Daniel Rauch zur Zukunft des digitalen Lernens

Bad Arolsen. So, wie der Online-Buchhändler Amazon weiß, welches Buch einen bestimmten Kunden als nächstes interessieren könnte, so weiß auch die moderne Universität, was ihre Studenten als nächstes lernen müssen, um ihre Prüfung zu bestehen.

Die Digitalisierung der Bildung war Thema eines Vortrages, im dem Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung bei einem Benefizessen des Lions-Clubs Bad Arolsen moderne Methoden der Wissensvermittlung schilderte, die in den USA schon von zigtausend Schülern und Studenten genutzt werden.

Zukunft hat begonnen

Vieles von dem, was die rund 130 geladenen Gäste in der Fürstlichen Reitbahn des Welcome-Hotels hörten, klang nach Fantasien aus George Orwells Zukunftsroman 1984. Doch die Realität an vielen Schulen und Universitäten hat die Fiktion längst eingeholt.

Dräger berichtete, dass die größte Online-Universität Coursera bereits 17,5 Millionen Studenten unterrichtet, während an allen deutschen Universitäten nur 2,7 Millionen Studenten eingeschrieben sind.

Maßgeschneidertes Lernen

Der amerikanische Online-Nachhilfen-Anbieter Khan Academy verzeichne pro Jahr 580 Millionen Downloads, während in Deutschland 1,2 Millionen Schüler noch herkömmlichen Nachhilfeunterricht genießen. Großrechner mit Algorithmen, ähnlich wie bei Amazon oder Google, werteten heute schon den Lernfortschritt von Schülern im Fach Mathematik tagesgenau aus und stellten für den Folgetag maßgeschneiderte Aufgaben zusammen.

Das ermögliche individuelles Lernen für jeden Schüler, während sich die Lehrer auf wichtige Fördermaßnahmen abseits der reinen Wissenvermittlung konzentrieren könnten.

„Wir wissen nicht, woher der nächste Einstein kommt. Vielleicht lebt sie in einem kleinen Dorf in Afrika.“ 

Daphne Koller, Gründerin der Online-Universität Coursera

Möglich wird das alles durch die gezielte Nutzung von Big Data, die systematische Auswertung von großen Datenmengen: Der Universitätscomputer werte das Lern- und Arbeitstempo am Computer aus, verknüpfe es mit den Daten über den Universitätssport, die Aufenthaltszeit in der Unibibliothek und die nächtlichen Aktivitäten bei Facebook.

Das Ergebnis sind Lernempfehlungen und die Prognose über den voraussichtlichen Studienerfolg eines Studenten, der nächtelang mit seinen Freunden chattet anstatt sich mit Lernliteratur zu beschäftigen.

Berufserfolg vorhersehbar

Besonders beeindruckend in diesem Zusammenhang sind die Möglichkeiten des US-Anbieters Knacks, der Computerspiele entwickelt

hat, die nach 20 Minuten Spielzeit die kognitiven Fähigkeiten und charakterlichen Eigenschaften der Testpersonen auswerten und mit hohen Wahrscheinlichkeiten die Eignung dieser Personen für bestimmte Studiengänge und/oder Berufskarrieren vorhersagen.

Schöne, neue Welt?

All das ist besonders in den USA interessant, wo der Besuch einer Hochschule jedes Jahr mit hohen Studiengebühren erkauft werden muss. Kritiker des digitalen Lernens fürchten, dass die Lernenden zum gläsernen Menschen werden. Man mag sich fragen, was passiert, wenn auch noch all die vielen Bildungsdaten mit Kranken- und Fitnessdaten verknüpft werden.

Dann könnte etwa beim Einstellungsverfahren nicht nur ermittelt werden, welcher Bewerber die beste Besetzung für den Job wäre, sondern auch, in welchem Alter mit einem Burn-out zu rechnen ist.

Wissen für alle

Die Angebote des grenzenlosen Lernens am Computer haben aber auch positive Effekte. So schwärmte Dr. Dräger von einer Demokratisierung und Massifizierung des Lernens: Künftig erhalte nicht nur das Kind aus reichem Hause den Zugang zu Vorlesungen an teuren Hochschulen. Ab sofort könne ein kluger Kopf in einem kleinen Dorf in Afrika den Online-Vorlesungen der US-EliteUniversität Standford folgen und die gleichen Abschlüsse erlangen wie die Studenten auf dem Campus.

 

© Waldeckische Landeszeitung – Elmar Schulten

Konzerterlös für Jugendliche

Lions spenden 1000 Euro für Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen

Bad Arolsen. Der Lions-Club Christian-Daniel Rauch hat eine Spende über 1000 Euro an die Jugendhilfe im Waldeckischen Diakonissenhaus übergeben. 

Das Geld stammt aus Spenden, die beim Benefizkonzert vor Weihnachten in der Bad Arolser Stadtkirche zusammengekommen sind, und soll für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge verwendet werden, die zurzeit im Sophienheim betreut werden. 

In der Vorweihnachtszeit hatten die Lions zu einem Benefizkonzert des Trios „An die Musik“ mit Mario Carboni, Martina Sutter und Helmut Schäfer in die Stadtkirche geladen. Am Ausgang wurde um Spenden gebeten. 

Spenden 

Die Einnahmen wurden noch einmal aufgestockt und aufgerundet, so dass nun Lions-Präsident Martin von der Emde und der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Radeck, 1000 Euro an den Vorsteher des Waldeckischen Diakonissenhauses, Oswald Beuthert, und an Xenia Horst, die Leiterin der Jugendhilfeabteilung des Diakonissenhauses, übergeben konnten. 

Integration

 Zuvor hatten Beuthert und Horst über die besonderen Herausforderungen und Chancen der unbegleiteten Minderjährigen berichtet. Im Sophienheim lernen sie nicht nur schnell die deutsche Sprache, sondern auch die Eigenarten der deutschen Wohn- und Lebenskultur kennen. Die Jugendlichen besuchen die Kaulbach-Schule und die Christian-Rauch-Schule und haben gute Chancen, einen deutschen Schulabschluss und später auch eine Berufsausbildung absolvieren zu können. 

Die meisten Kosten der Betreuung werden durch die Träger der Jugendhilfe finanziert. Für Wünsche, die darüber hinausgehen, sind Spenden wie die der Lions nötig. (es)


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Bezauberndes Benefizkonzert

Trio „An die Musik“ gastiert in der Stadtkirche – Lions-Spende für Flüchtlinge

Bad Arolsen. Weihnachtslieder mit Geschichte und Tradition haben beim Benefizkonzert mit dem Trio An die Musik die Zuhörer in der Stadtkirche bezaubert.

Der Lions-Club Bad Arolsen Christian-Daniel-Rauch und die evangelische Kirchengemeinde hatten zu dem besonderen Konzert eingeladen. Der gespendete Erlös, so kündigte Lions-Präsident Martin von der Emde an, kommt den unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen im Waldeckschen Diakonissenhaus Sophienheim zugute.

Aus sechs Jahrhunderten 

Für die Zuhörer gab es im Gegenzug nicht nur stimmungsvolle Weihnachtsmusik aus sechs Jahrhunderten, sondern obendrein diverse Erklärungen zum besseren Verständnis dazu. Geliefert wurden sie von Klarinettist Helmut Schäfer, der als Arrangeur auch für den harmonischen Grundton der Kombination aus Gitarre, Gesang und Klarinettenspiel verantwortlich zeichnet.

Zu hören war dies in jedem einzelnen der Stücke, die vom einfühlsamen Gesang von Mezzosopranistin Martina Sutter geprägt und vom Zusammenspiel Schäfers mit der Gitarre Mario Carbonis umspielt werden. 

Moderne Einheitskost, wie sie derzeit aus sämtlichen Lautsprechern dudelt, ist nicht Sache des Trios. Das machten die aufeinander eingespielten Künstler vom ersten Lied an deutlich: Nun singet und seid froh entstand bereits im 14. Jahrhundert. 

Klassiker 

Kontrastiert wurde der ruhige, gleichbleibende Rhythmus der spätmittelalterlichen Komposition mit Silchers Alle Jahre wieder, Es kommt ein Schiff geladen, Maria durch ein Dornwald ging oder internationalen Klassikern aus Tschechien, Italien, England und Frankreich. Aus dem Nachbarland stammt etwa das französische Original, hierzulande bekannt als Hört der Engel helle Lieder, dem die Sopranistin mit dem jubilierten Gloria in excelsis deo besondere Glanzlichter aufsetzte. 

Ursprünglich Tanzlied 

Wer im Publikum Lust hatte, selbst die Stimme zu erheben, musste sich indes bis zum abschließenden O du fröhliche gedulden. Zuvor stand der vergleichsweise junge Klassiker Stille Nacht an. Und zwar in der ursprünglichen Form und Tonart, wie Helmut Schäfer das für Gitarre geschriebene Lied ankündigte. Und auch zum Schlusslied erfuhren die Zuhörer noch erstaunliches, nämlich dass es sich bei O du Fröhliche ursprünglich um ein Tanzlied aus Sizilien handelte. Entsprechend lebhaft sangen die Anwesenden alle Strophen mit. Zu Ende war das kleine, feine Konzert nach dem stürmischen Schlussapplaus aber noch nicht. 

Als Zugabe servierte das Trio in der Kirche zwar kein Weihnachtslied, dafür den von Stimmung und Uhrzeit her passenden Abendsegen aus Humperndincks Hänsel und Gretel.


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